Mi, 26. September 2018

Flammeninferno

08.05.2011 11:20

13 Verletzte bei Bauernhofbrand in Polling

Aus einem Stadl mitten in Polling (Bezirk Innsbruck-Land) sind am Samstag mehrere Meter hohe Flammen geschlagen. 180 Feuerwehrmänner kämpften gegen das Inferno. 13 Menschen wurden laut Polizei bei dem Brand leicht verletzt. Zudem mussten die Florianis 38 Kühe vor dem sicheren Feuertod retten, die Nachbarhäuser und den Dorfplatz schützen. Von dem Wirtschaftsgebäude stehen nach dem Brand nur noch die Grundmauern.

Kurz nach 13 Uhr schrillte der Alarm bei Feuerwehrkommandant Marco Daum aus Polling: Mitten im Dorf brach ein Feuer in einem Stadl aus. "Innerhalb von einer Minute stand alles in Vollbrand, keine drei Minuten später waren wir vor Ort", berichtet Daum.

Die Feuerwehrmänner begannen sofort, gegen das Flammeninferno zu kämpfen. "Doch der Wind machte es uns besonders schwer", schildert Daum. "Der starke Funkenflug und die gewaltigen Flammen drohten auf das Nachbarhaus, einen Gerätestadl und ein Auto überzugreifen." Zudem waren die 38 Kühe in dem Wirtschaftsgebäude in Lebensgefahr.

Insgesamt standen 180 Florianijünger aus neun Ortschaften im Einsatz und sie haben das Schlimmste verhindert: "Es gelang uns, die Tiere zu retten, die angrenzenden Gebäude und das Auto zu schützen", bilanzierte Daum. Bei dem Löscheinsatz erlitten sieben Menschen Rauchgasvergiftungen, drei leichte Verbrennungen. Drei Personen mussten wegen Atemnot medizinisch versorgt werden. Von dem Stadl selbst stehen nur noch die Grundmauern. Die Kühe werden nun bei Nachbarn untergebracht.

Zehn Haushalte ohne Strom
Bis 16 Uhr waren der Dorfplatz unpassierbar und die Ortszufahrt gesperrt. Zudem fiel in zehn Pollinger Haushalten der Strom aus, weil der Träger einer Niederstromleitung auf dem betroffenen Stadl angebracht war. "Als das Gebäude einstürzte, wurde die Leitung zerstört. Ein Techniker von uns hat noch am Nachmittag ein Provisorium gelegt", erklärt Klaus Schüller von der Tiwag. Der Stromausfall beschränkte sich somit auf drei Stunden.

Kronen Zeitung und krone.at

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