Mo, 19. November 2018

"Alien Breed Trilogy"

11.05.2011 16:00

Der spaßige Alien-Kult erstmals auf einer Disc

Ein einsamer Ingenieur bahnt sich seinen Weg durch ein schwer beschädigtes Raumschiff, vorbei an der entweder schon oder bald toten Belegschaft, die einer außerirdischen Spezies zum Opfer fiel. Sein Auftrag: zu retten, was noch zu retten ist. Seine Mittel: äußerst begrenzt. Die Nerven: angespannt. Trotz oder gerade deswegen ist der Spaßfaktor hoch in "Alien Breed Trilogy".

Älteren Semestern dürfte der Titel "Alien Breed" noch ein Begriff sein. 1991 erschien das inhaltlich stark an Sigourney Weavers Abenteuern in "Aliens" angelehnte Spiel für den Amiga, zwei Jahre später brachten die Schöpfer von Team 17 - seit 1995 für ihre "Worms"-Serie weltberühmt - die PC-Version heraus. Sein Revival erlebte das Spiel Ende 2009, als mit "Alien Breed Evolution" eine optisch aufpolierte, auf Epic Games' Unreal Engine basierende Version des Arcade-Hits für Xbox Live erschien. Mit "Alien Breed 2: Assault" und "Alien Breed 3: Descent" folgten im Jahr darauf zwei weitere Ableger der Serie, die mittlerweile auch via Steam für den PC und Sonys PlayStation Network erhältlich ist.

Mit "Alien Breed Trilogy" für die Xbox 360 liegen nun erstmals alle drei Teile der neu aufgelegten "Alien Breed"-Saga auf einer Disc vor. Am fesselnden Spielprinzip von einst hat sich dabei nichts geändert: In einer isometrischen Perspektive kämpft man sich als Chefingenieur Conrad durch die nach einer Kollision mit einem Alien-Raumschiff schwer beschädigte "Leopold" und versucht, die scheinbar unausweichliche Katastrophe zu verhindern.

Dafür müssen nicht nur allerlei Brände gelöscht, Schotten geschlossen und Maschinen wieder in Gang gesetzt, sondern natürlich auch reichlich Aliens geschnetzelt werden. Waffen gibt es im Schiff genug, nur mit der Munition sollte vernünftig gehaushaltet werden – im Nahkampf gegen die monströsen Gegner, die Erinnerungen an Paul Verhoevens "Starship Troopers" wecken, zieht man ansonsten schnell den Kürzeren.

Glücklicherweise gibt es aber auch noch Geld. Mit diesem können – selten, aber doch – an bestimmten Punkten im Spiel die Vorräte, darunter auch überlebensnotwendige Medipacks, aufgefrischt und die eigene Ausrüstung verbessert werden.

Alleine bereits äußerst unterhaltsam, wird der Spaß im Koop-Modus noch einmal getoppt. Zu zweit vor einem ungeteilten (!) Bildschirm kann hier auf speziell angepassten Angriffskarten versucht werden, den Alien-Horden die Stirn zu bieten. Teil zwei und drei der Trilogie bieten überdies einen speziellen Survivor-Modus, in dem es bis zum bitteren Ende zu kämpfen gilt.

Die Steuerung ist dabei anfangs ungewohnt - vor allem das Zielen mit dem rechten Analog-Stick -, geht nach kurzer Zeit aber schnell in Mark und Bein über und bereitet im weiteren Spielverlauf keine Probleme. Besonders erwähnenswert ist abschließend neben der detailreichen Grafik noch die grandiose Atmosphäre, die vor allem durch akustische Schockmomente für ein wohliges Gruseln auf der Couch sorgt.

Fazit: "Alien Breed Trilogy" bietet viel Action zum vergleichsweise kleinen Preis (UVP 39,99 Euro). Viel wichtiger wohl aber ist, dass die Alien-Hatz großen Spaß macht - zu zweit sogar noch mehr - und dabei sowohl in technischer als auch optischer Hinsicht eine gute Figur macht. Für ältere Semester sowieso ein Muss, doch auch jüngere Gamer sollten sich diesen Geheimtipp nicht entgehen lassen.

Plattform: Xbox 360
Publisher: dtp
krone.at-Wertung: 9/10

von Sebastian Räuchle

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