Unmut in Mauthausen

Schlägerung von Bäumen im Sinne der Natur

Schon 25 Jahre ist es her, seit der Fischereiverein Enns mit dem selbstfinanzierten Projekt „Renaturierung eines Altarmes der Enns“ ein Vorzeigeprojekt zu schaffen begann. Über die aktuell laufende Baustufe herrscht aber Unmut bei den Nachbarn auf gegenüberliegender Donauseite.

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1997 hatte man damit begonnen, einen verlandeten Altarm zu revitalisieren und wieder an die Donau anzubinden. Schon kurze Zeit später und auch nach einer weiteren Erweiterung im Jahr 2003 hatte sich bereits das natürliche Aufkommen unzähliger Weißfisch-Arten dort erhöht. Aktuell läuft eine neuerliche Erweiterung: Der Altarm soll bis 2025 fast sieben Hektar Wasserfläche umfassen, das Biotop vergrößert und Amphibientümpel angelegt werden.

Wenig begeistert
Gegenüber in Mauthausen ist man über die damit verbundenen Baumrodungen und den nunmehrigen Sichtkontakt zum Ennshafen wenig begeistert. SP-Bürgermeister Thomas Punkenhofer ließ in der Gemeindezeitung verlauten: „Wir mussten feststellen, dass Licht- und Lärmverschmutzung für uns viel mehr geworden sind. Damit leben zu müssen, ist ein Umstand, der uns nicht gefällt.“

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Das Projekt schafft weitere Rückzugsgebiete für viele Tier- und Pflanzenarten sowie Laichplätze für Fische, Vögel und auch Amphibien.

Klaus Dirnberger, Fischereiverein Enns

Klaus Dirnberger vom Fischereiverein Enns klärt über den Kahlschlag auf: „Es handelte sich dabei um einen alten kanadischen Hybridpappelbestand, der am Ende seiner Lebensdauer war.“ Dirnberger versteht die Sorgen der Nachbarn, verspricht aber: „Wir beginnen im März mit den waldverbessernden Maßnahmen, werden gezielt höhere Bäume pflanzen, um die Situation rasch zu verbessern.“

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