14.01.2022 16:00 |

Studie zu Sportart

Pistentouren: Viele würden Verbundkarten kaufen

Mit seinem Pistentourenkonzept hat Tirol in Österreich die Vorreiterrolle eingenommen. Weil die Trendsportart ungebremst boomt, wurde nun eine Studie dazu erstellt, für die man im Vorwinter rund 7000 Sportler - davon 2000 in Tirol - befragt hat. Nur 21 Prozent der Befragten sind mit den Sicherheitsempfehlungen vertraut, fast 50 Prozent würden eigene Verbundkarten für die Sportart erwerben.

Die Ergebnisse der Studie, die Prof. Martin Schnitzer von der Uni Innsbruck für die „Lebensraum Tirol Holding“ erarbeitet hat, wurden am Donnerstag beim 4. Sportgipfel in St. Anton am Arlberg präsentiert. Von den 7000 auf Online-Plattformen Befragten üben mehr als 50 Prozent die Sportart erst seit fünf Jahren aus. „Der Trend zeigt weiter nach oben, ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht“, betonte Prof. Schnitzer.

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Der Trend zeigt weiter nach oben, ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht.

Prof. Martin Schnitzer

Naturerlebnis und Ausgleich stehen bei den Motiven im Vordergrund. Bei den Pistentourengehern handelt es sich außerdem um ein Publikum mit hohem Bildungsniveau und gutem Einkommen. Die Mehrheit ist überwiegend werktags unterwegs, an den Wochenenden wechselt diese Gruppe ins freie Gelände.

Ihr Können in Aufstieg und Abfahrt beurteilen die meisten als „fortgeschritten“, einige gaben skifahrerische Mängel zu Protokoll. Ob alter „Hase“ oder Neueinsteiger: Die Verhaltens- und Sicherheitsregeln kennen nur 21 Prozent!

Getrennte Aufstiegsrouten für Pistentourengeher
Mit dem Angebot in Tirol zeigen sich über 70 Prozent zufrieden. Kein Wunder, stehen laut Dieter Stöhr, dem Leiter des Programms „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“, 35 Aufstiegsrouten samt Leitsystem in 13 Skigebieten zur Verfügung. Freilich meinen viele, dass die „normalen“ Skifahrer auf den Pisten gefühlt mehr Rechte hätten. Konflikte mit anderen Sportlern oder Bergbahnmitarbeitern gebe es nur vereinzelt, zehn Euro wären die Befragten bereit, für Parkplatz und Pistennutzung zu bezahlen.

Prof. Schnitzer sprach sich für neue Angebote aus. „Rund die Hälfte der Tourengeher besitzt eine Verbundkarte wie das Freizeitticket. Weitere fast 50 Prozent fänden eine eigene Verbundkarte für Pistentouren um 150 Euro interessant.“

Michael Larcher vom Österreichischen Alpenverein sieht das Pistentourengehen nun in den Skigebieten angekommen. Einem „Eintrittsgeld“ steht der ÖAV aber defensive gegenüber. Angemessene Parkplatzgebühren seien hingegen in Ordnung.

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