12.01.2022 11:38 |

Bedingte Haftstrafe

Tausende Kinderporno-Bilder: Priester verurteilt

Ein weststeirischer Priester ist am Dienstag am Grazer Straflandesgericht wegen des Besitzes von Tausenden kinderpornografischen Bildern und Videos zu einer Geldstrafe von 4800 Euro und einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Der Mann war voll geständig und nahm das Urteil sofort an, ebenso die Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Der bei der Bevölkerung sehr beliebte, lebenslustige Geistliche lebt seit dem Jahr 2010 in Österreich und hatte seither, aber auch schon davor, Kinderpornografie besessen. Er hatte die Bilder und Videos auf diversen Computern und Mobiltelefonen gespeichert.

Auf die Schliche war man dem Geistlichen durch den Hinweis eines gemeinnützigen Vereins gekommen, der routinemäßig Kinderporno-Seiten im Internet überwacht. Er informierte das Bundeskriminalamt, das wiederum das Landeskriminalamt einschaltete. Die Datenspuren führten zum Computer des Pfarrers.

Nach entsprechenden Hinweisen kam es im August 2021 zu einer Razzia in den Privaträumen und im Büro des Pfarrers. Dort wurden die Daten entdeckt und sichergestellt. Daraufhin wurde er von der Diözese Graz-Seckau beurlaubt und suspendiert. Dem Mann drohten bei Gericht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, geworden sind es nun sechs Monate bedingte Haft und 4800 Euro Geldstrafe.

Zitat Icon

Mögliche Strafen sind, dass der Priester nicht mehr für Seelsorge eingesetzt werden darf oder dass er eine beträchtliche Summe für eine wohltätige Organisation spenden muss. Die Höchststrafe ist die Entlassung aus dem Priesteramt.

Stellungnahme der Diözese Graz-Seckau

Über Zukunft des Priesters entscheidet Rom
Von der Diözese Graz-Seckau liegt bereits eine Stellungnahme vor: „Das strafrechtliche Urteil ist die Basis für das nun folgende kirchenrechtliche Verfahren, das ausschließlich in der Kompetenz der Glaubenskongregation in Rom liegt. Die Diözese Graz-Seckau hat darauf keinen Einfluss. Mögliche Strafen sind, dass der Priester nicht mehr für Seelsorge eingesetzt werden darf oder dass er eine beträchtliche Summe für eine wohltätige Organisation spenden muss. Die Höchststrafe ist die Entlassung aus dem Priesteramt.“ Die steirische katholische Kirche hält auch fest: „Wir verurteilen die hier benannten Handlungen jedenfalls auf das Schärfste.“

 Steirerkrone
Steirerkrone
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 24. Jänner 2022
Wetter Symbol
Steiermark Wetter
1° / 1°
bedeckt
-1° / -1°
Schneefall
-0° / -0°
bedeckt
0° / 2°
bedeckt
-1° / 3°
stark bewölkt
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)