09.01.2022 06:00 |

Lawinensicherheit

Pieps: Hightech hilft, Verschüttete zu bergen!

Lawinensicherheitsausrüstung aus Österreich ist weltweit gefragt, zählt die steirische Firma Pieps doch zu den großen Technologieführern.

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Jeder Bergsteiger oder Skitourengeher kennt Pieps, denn mit dem Firmennamen wird umgangssprachlich auch das Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) bezeichnet.

Seit 1967 - ausgelöst durch tragische Lawinenunglücke in unseren Bergen - forscht und entwickelt die innovative Pieps GmbH Lawinensicherheitsausrüstung und zählt damit heute weltweit zu den Technologieführern rund um Sicherheit auf Eis und Schnee. „Das erste Pieps stammt aus dem Jahr 1968 und wurde zusammen mit der Universität Graz entwickelt“, erzählt Geschäftsführer und Bergführer Markus Eck, den die „Bergkrone“ im Pieps-Basecamp in Lebring bei Graz besuchte.

Mehr als eine Million LVS-Geräte hat die Pieps GmbH seither verkauft und Touren in die winterliche Bergwelt damit sicherer gemacht. Das Wichtigste ist natürlich immer, mittels guter Tourenplanung Lawinen zu vermeiden, doch im Fall des Falles kann eine moderne Lawinensicherheitsausrüstung Leben retten.

Markus: „Ein LVS-Gerät, eine Schaufel und eine Sonde braucht jeder Wintersportler, der abseits der Pisten unterwegs ist, um schnell einen Verschütteten zu finden, zu retten oder um selbst gefunden zu werden!“

Pieps setzt seit Jahren die Trends im Bereich Lawinensicherheit. Die Steirer brachten weltweit das erste Drei-Antennen-LVS-Gerät mit digitaler Signalverarbeitung zur Serienreife, mit dem Lawinenopfer viel einfacher und viel schneller geortet werden können. Das ist wichtig, weil die Überlebenschance Verschütteter in einer Lawine bereits nach 15 Minuten drastisch sinkt.

Heute sind Drei-Antennen-Geräte die Norm. Weitere Innovationen sind die einzigartige Sonde Pieps iProbe mit elektronischer Trefferanzeige und der Jetforce-Rucksack mit Düsengebläse, das dabei reine Umgebungsluft zum Aufblasen des Lawinenairbags nutzt.

Verständlich, dass der Großteil der 19 Mitarbeiter der Pieps GmbH im Bereich Forschung und Entwicklung tätig ist. „Auch die einfachste Bedienung und die Praxistauglichkeit sind uns ein großes Anliegen, denn bei einer Kameradenbergung ist der Stresslevel extrem hoch“, erklärt Markus.

Zusammenarbeit mit Profis 

Deshalb arbeitet Pieps auch eng mit vielen Experten zusammen, wie mit dem bekannten und erfahrenen Bergführer Reinhard „Ragno“ Ranner aus Kötschach-Mauthen.

Markus: „Technisch bewegen wir uns bei den LVS-Geräten schon an den Grenzen des physikalisch Machbaren.“ Ein großes Anliegen der Pieps-Mitarbeiter ist, dass die Bergsteiger und Skitourengeher mit den Pieps-Produkten auch trainieren und das Handling üben. Deshalb können die LVS-Geräte auch mit dem Smartphone und der dazugehörigen App verbunden werden. Was die Weiterentwicklung betrifft, wollen sich die Pieps-Mitarbeiter nicht in die Karten schauen lassen.

100 Meter Reichweite 

Geschäftsführer Markus: „Je größer die Reichweite, umso besser, denn nichts ist schlimmer, als wenn man am Anriss einer Lawine steht und kein Signal erhält. Mein Wunsch wäre eine Sende- und Empfangsreichweite von 100 Meter.“ Aktuell beträgt dieser Wert zwischen 50 und 70 Meter.

Wir können uns jedenfalls sicher sein, dass die Pieps GmbH auch in Zukunft die Lawinensicherheitsausrüstung weiter entwickeln wird.

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