04.01.2022 19:00 |

Nach Horror-Unfall

Pkw durchbohrte Bus: Lenker weiß von „nichts“

Am Tag nach dem Horror-Unfall bei Radstadt (Salzburg) stellte sich der Lenker der Polizei - erinnern konnte oder wollte er sich aber nicht. Fest steht: Der Pongauer (36) übersah am späten Sonntagabend auf der Ennstalstraße (B320) einen Reisebus. Sein Pkw stieß gegen den 50-Sitzer, durchbohrte eine Seitenwand. Alle Insassen blieben unverletzt.

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Eine zerschmetterte Seitenwand, komplett zerstörte Sitzreihen und ein völlig demolierter Pkw. Den Einsatzkräften bot sich am Unfallort bei Radstadt ein Bild der Verwüstung. Wie durch ein Wunder blieben alle 36 Businsassen unverletzt.

Der Lenker des Pkw war da längst über alle Berge. Aber: Mehrere Feuerwehrleute erkannten das Auto des 36-jährigen Mannes. Einer rief ihn prompt auf seinem Handy an. „Wir hatten knapp eine halbe Stunde Kontakt mit ihm“, sagt Einsatzleiter Martin Klässner von der Feuerwehr Radstadt. Danach brach die Verbindung ab. Wo er sich gerade aufhielt, wollte der Mann nicht verraten. „Er hat nur gesagt, dass er verletzt ist“, sagt Klässner. Sofort startete eine große Suchaktion nach dem Unfalllenker. 120 Mann von Feuerwehr, Rettung, Wasserrettung und Polizei rückten aus. Gegen 3 Uhr mussten sie die Suche ergebnislos abbrechen.

Montagfrüh meldete sich der 36-Jährige bei der Feuerwehr und der Polizei. Die Beamten brachten ihn in das Krankenhaus, ein Alkoholtest verlief negativ. Zum Unfall konnte oder wollte er keine Angaben machen. „Ich erinnere mich nicht“, teilte er der Polizei zunächst mit. Die Ermittler wollen den Mann noch heute, Dienstag, einvernehmen.

Fix ist: Der 50-jährige Lenker des Busses wollte sein Gefährt auf die B320 lenken. Der 36-Jährige übersah mit seinem Pkw den über beide Fahrspuren stehenden Reisebus.

 Salzburg-Krone
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