An neuralgischem Punkt

380er-Mast hätte eleganter sein können

Salzburg
03.01.2022 09:00
Bald wird auch der umstrittene Bananenmast der 380-kv-Freileitung am Nockstein errichtet. Die Trasse beim beliebten Ausflugsziel wurde bereits gerodet. Es hätte aber auch anders kommen können. Bereits vor zehn Jahren hat der Salzburger Architekt Edgar Spraiter mit dem „Stab“ einen Wettbewerb gewonnen.

Hat der Kampf um das Erdkabel bei der 380-kV-Leitung durch Salzburg eine elegantere Mastenvariante am Nockstein verhindert? Gerade bei dem beliebten Ausflugsziel der Salzburger gingen die Wogen emotional immer hoch. Vor dem markanten Felsen wird die Leitung künftig von einem mehr als 80 Meter hohen Masten auf den Berg geführt, wo ein so genannter Bananenmast die Leitung weiterführt. Dieser wird von vielen kritisiert.

Bereits vor zehn Jahren hat es für den Mast an dieser neuralgischen Stelle einen Architektenwettbewerb gegeben, den der Salzburger Edgar Spraiter für sich entschieden hatte. Das Konzept wäre ein schräger Stab mit einer verspiegelten Außenhülle gewesen. Er spricht von einer Art Kunstwerk an diesem exponierten Platz, als Kompromiss zur Freileitung.

Da die lokale Politik aber rein auf eine Erdkabel-Variante fixiert war und sich scheinbar nicht einmal das Siegerprojekt anschauen wollte, entschied der Betreiber Austrian Power Grid (APG), einen eigenen Mast zu entwerfen.

Bessere Netze nötig durch erneuerbare Energien
Derzeit wird quer durch Salzburg an der neuen Leitung gebaut. Die Masten sprießen bereits in allen Regionen in die Höhe. Für den Betreiber ist die Leitung unumgänglich. Gerade durch die erneuerbaren Energien führe an leistungsstarken Netzen kein Weg vorbei.

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