30.12.2021 14:10 |

Pause von der Politik

Eiskalte Herrscher beim Eishockey-Spiel

Nach einem diplomatischen Vier-Augen-Gespräch in St. Petersburg ging es für Russlands Präsident Wladimir Putin und Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko aufs Eis.

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Bei einem Match gemeinsam mit ehemaligen Größen der sowjetischen und russischen Eishockey-Geschichte wie Wjatscheslav Fetisow, Alexei Kasatonow oder Ilja Kowaltschuk, gewann das Team der beiden Präsidenten mit 18:7. Der 69-jährige Putin erzielte dabei sieben Tore, der 67-jährige Lukaschenko traf zweimal und sein 17-jähriger Sohn Nikolai viermal.

Die beiden Staatschefs stehen derzeit unter enormem politischen Druck. Die Wiederwahl des seit 1994 herrschenden Machthabers Lukaschenko hatte im vergangenen Jahr heftige Proteste der Opposition ausgelöst, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. In der Folge wurden zahlreiche Oppositionelle zu Haftstrafen verurteilt. So erhielt der Oppositionspolitiker Sergej Tichanowski wegen der Organisation von Massenunruhen eine 18-jährige Haftstrafe. Die belarussische Menschenrechtsgruppe Wjasna zählt derzeit 942 politische Gefangene in dem Land.

Ringen um diplomatische Lösung für die Ukraine
Putin wiederum sieht sich wegen seiner militärischen Manöver vor der ukrainischen Grenze tagtäglich mit neuen Warnungen seitens der NATO konfrontiert. Für den Fall eines weitergehenden militärischen Eingreifens in der Ukraine will US-Präsident Joe Biden dem russischen Staatschef mit harten Sanktionen drohen. Ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses erklärte am Mittwoch, Biden werde in einem Telefonat mit Putin an diesem Donnerstag für eine diplomatische Lösung werben, aber auch die Bereitschaft zu harten Strafmaßnahmen betonen. Putin rief vor dem Gespräch zu einem konstruktiven Dialog beider Länder auf.

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