PCR als Goldstandard

Gurgeltests können auch Omikron gut feststellen

Weitaus länger als in manchen anderen Bundesländern hat man in Niederösterreich an den Antigen-Schnelltests festgehalten. Internationale Studien zeigen jetzt, dass die Checks bei der Omikron-Variante „möglicherweise eine geringere Empfindlichkeit“ aufweisen. Und daher gilt jetzt auch hierzulande: Gurgeln ist Trumpf!

„Wir sind die Besten beim Testen“ - vor rund einem Jahr durfte man sich damit nach den erfolgreich initiierten Massentests rund um das Weihnachtsfest zu Recht schmücken. Im weiteren Verlauf des Jahres verlor der Stehsatz - das behaupteten zumindest einige Experten - aber zunehmend an Gültigkeit. Auch Kritik am Festhalten der schon bei Delta weniger sensitiven Antigen-Checks wurde dabei laut. Fest steht jedenfalls: Auf Empfehlung eigener Experten setzte man in NÖ länger als manch andere Bundesländer auf die Schnelltests. Vergleichsweise spät erfolgte die Ausrollung eines flächendeckenden PCR-Testsystems.

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Ein negatives Testergebnis ist neben einer vollständigen Immunisierung der beste Schutz. Für das Impfen und für das Testen stellen wir in NÖ viele Möglichkeiten zur Verfügung!

Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), Gesundheitslandesrätin in Niederösterreich

Nach dem Stolperstart funktioniert eben dieses System nun bestens – und es sollte wohl auch bei der heranrollenden Infektionswelle das Mittel der Wahl sein. Wie Erhebungen der US-Arzneimittelbehörde FDA jetzt nämlich zeigen, deuten Daten darauf hin, „dass Antigen-Tests die Omikron-Variante zwar erkennen, aber möglicherweise eine geringere Empfindlichkeit aufweisen“. Die Empfindlichkeit sei das Maß für die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer bestehenden Corona-Infektion auch ein positiver Test angezeigt werde. Daten aus Österreich zeigen indes, dass die Gurgel-Tests auch bei der Mutation gut anspringen. 

Düstere Prognosen
Zwar seien die Schnelltests laut dem Sanitätsstab ein gutes Instrument, um symptomatische Fälle rasch festzustellen, auch beim Land setzt man nun aber aufs Gurgeln. „Durch das PCR-Testsystem können wir Infektionsketten frühzeitig unterbrechen“, weiß Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Unterdessen scheint die Omikron-Welle Fahrt aufzunehmen. Die Zahl der Neuansteckungen (564) ist am Mittwoch, ebenso wie ihr Anteil der Omikron-Befunden (51), weiter gestiegen. „Binnen weniger Tage“, so die düstere Prognose, könnten sich die Ansteckungszahlen bald verdoppeln.

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