24.12.2021 11:00 |

Verantwortliche warnen

Nach 4 Lockdowns: „Lage im Tiroler Handel prekär“

Als „Goldener Sonntag“ wurde der 19. Dezember, an dem der Handel aufgrund des vorherigen Lockdowns öffnen durfte, im Vorfeld bezeichnet. In Tirol war er rückblickend wohl eher bronzen. Denn wie WK-Spartengeschäftsführer Simon Franzoi am Donnerstag vorrechnete „wurde ein Umsatz von rund 13 Millionen Euro erzielt“. 

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„Das entspricht einem normalen Wochentag“, erklärt Franzoi. Nachmittags waren die Geschäfte besser frequentiert, wie auch ein Lokalaugenschein der „Tiroler Krone“ zeigte.

„Ob der Tag für die Geschäftstreibenden rentabel war, ist fraglich“, so Franzois Fazit. Denn den Angestellten mussten schließlich auch Zuschläge bezahlt werden. Der Samstag brachte einen Umsatz von 34 Millionen Euro. Wobei an diesem auch der Lebensmittelhandel offen hatte, was am „Bronzenen Sonntag“ freilich nicht der Fall war.

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Nach 22 Monaten Pandemie und vier Lockdowns stehen Tirols Händler mit dem Rücken zur Wand.

Dieter Unterberger

Online-Riesen große Konkurrenz
Fakt sei, dass die stationären Händler nach dem vierten Lockdown bzw. 22 Monaten Pandemie „mit dem Rücken zur Wand stehen“, warnt Obmann Dieter Unterberger. Gaben während des Lockdowns noch 24 Prozent der befragten Kunden an, dass sie für ihre Weihnachtseinkäufe in den Online-Handel abwandern, so waren es in einer Befragung nach dem Lockdown dann doch 30 Prozent. 22 Prozent nutzten während der Zwangsschließung „Click & Collect“. 37 Prozent warteten auf die Wiedereröffnung.

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In den Geschäften kam es nie zu einem Corona-Cluster.

Dieter Unterberger

„Handel als sicher einstufen“
Aufgrund der dramatischen Situation fordert Unterberger, dass „der Handel in Zukunft nach dem Vorbild Deutschlands als sicher eingestuft und nicht mehr geschlossen wird“. Schließlich sei dort nie ein Cluster entstanden. Ebenfalls rief der Obmann – wie in der Vergangenheit schon des Öfteren – die Politik dazu auf, dass Händler in Tourismus-Regionen besser unterstützt werden müssen. „Sie haben praktisch null Umsatz, wenn die Hotellerie und Gastronomie geschlossen sind.“

Hinsichtlich der Prognosen einer drohenden Omikron-Welle beruhigen Unterberger und Franzoi die Bevölkerung. Für die Grundversorgung im Handel arbeite man mittlerweile im Schichtbetrieb, um Schließungen zu verhindern.

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