Mo, 20. August 2018

Osterfeierlichkeiten

24.04.2011 14:27

Papst erteilte Segen "Urbi et Orbi" auf dem Petersplatz

Zum Abschluss der mehrtägigen Osterfeierlichkeiten hat Papst Benedikt XVI. am Ostersonntag auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse gefeiert. Zehntausende Gläubige und Touristen wohnten bei freundlichem Wetter der Zeremonie auf dem mit Blumen festlich geschmückten Platz bei. Als Höhepunkt erteilte das Kirchenoberhaupt von der Mittelloggia des Petersdoms aus den Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis).

Eindringlich forderte Benedikt einen Stopp der Waffengewalt im libyschen Bürgerkrieg. "Mögen in Libyen die Diplomatie und der Dialog an die Stelle der Waffen treten", sagte er. Im Hinblick auf den Nahen Osten wünschte das katholische Kirchenoberhaupt, die Osterbotschaft von Frieden und Menschenwürde möge helfen, "die Finsternis der Teilung, des Hasses und der Gewalt" zu überwinden.

In der westafrikanischen Elfenbeinküste müsse "dringend ein Weg der Versöhnung und der Vergebung beschritten werden", fügte der Papst hinzu. Zugleich mahnte er laut Kathpress zu Solidarität und Aufnahmebereitschaft gegenüber den Vertriebenen und Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern. Der Opfer des verheerenden Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe in Japan gedachte der Papst in besonderer Weise. Das Land möge "Trost und Hoffnung finden, während es sich den dramatischen Folgen des jüngsten Erdbebens" stelle.

"Urbi et Orbi" mit langer Tradition
Der apostolische Segen "Urbi et Orbi" gehört zu den bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die imperiale Formel "Der Stadt und dem Erdkreis" geht auf die alten Römer zurück. Das antike Reichsbewusstsein setzte die Stadt Rom (urbs) mit dem Erdkreis (orbis) gleich. Die Kirche fügte sie erstmals im 13. Jahrhundert in das offizielle Ritual ein.

Heute wird der Segen zu feierlichen Anlässen etwa am Ostersonntag, am Christtag oder nach einer Papstwahl erteilt. Er muss vom Papst als Bischof von Rom und als Oberhaupt der Weltkirche gespendet werden. Mit päpstlicher Erlaubnis können auch Kardinäle, Bischöfe oder Priester den Segen erteilen.

Segen in mehr als 60 Sprachen erteilt
Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist für alle Gläubigen mit einem Sündenablass verbunden. Die Grußbotschaft wird in mehr als 60 Sprachen gesprochen. Zehntausende strömen alljährlich zu den Feierlichkeiten auf den Petersplatz, Millionen verfolgen weltweit über Radio, Fernsehen oder Internet das Geschehen.

Papst fliegt in Urlaubsresidenz
Nach Abschluss der Feierlichkeiten wollte der 84-jährige Papst in seine Urlaubsresidenz Castel Gandolfo südlich von Rom fliegen, um sich vor der Seligsprechung seines Vorgängers Johannes Paul II. am nächsten Wochenende zu erholen.

Erst am Vorabend hatte Benedikt im Dom die Osterwache gefeiert. Dabei wurde in der Vorhalle der Kirche das Osterlicht entzündet und in den Petersdom gebracht. Die Kerze symbolisiert die Auferstehung Jesu von den Toten, die von den Christen zu Ostern weltweit gefeiert wird.

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