19.12.2021 20:00 |

Erinnerungen

„Reinhold Stecher war ein Zaddik, ein Gerechter“

Am 22. Dezember wäre der ehemalige Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher 100 Jahre alt geworden. Kein Kirchenmann war in Tirol so beliebt wie er. Wegbegleiter, Freunde, Bewunderer erinnern sich an den 2013 verstorbenen Volksbischof, der auch mit Kritik an der Kirche nicht hinterm Berg hielt. 

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Kardinal Christoph Schönborn: „In den Jahren der Spannungen in der katholischen Kirche unseres Landes gab er vielen Halt und Orientierung. Er war dabei freilich nicht immer pflegeleicht. Konflikten wich er nicht aus, sondern brachte sie zum Ausdruck und zur Sprache. Fest im Glauben zu stehen und ein weites Herz zu haben – darin kann uns Bischof Reinhold Stecher auch heute ein Vorbild sein.“

Esther Fritsch, lange Jahre Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg: „Für uns war Stecher ein Zaddik, ein Gerechter. Schon zu Beginn seiner Amtszeit setzte er den haltlosen Anderl-von-Rinn-Kult aus, initiierte die Gründung des christlich-jüdischen Komitees und setzte sich außerdem für den Bau einer neuen Synagoge ein.“

Dramatiker Felix Mitterer: „Als Bischof hat Reinhold Stecher den katholischen Mief aus Tirol vertrieben.“

Paul Ladurner, langjähriger engster Vertrauter: „Er hat immer gesagt: Gott ist ja kein Buchhalter, der abrechnet. Über solche verbogenen Bilder konnte er sich aufregen. Er war ein Hoffnungsträger, ein Träger der Zuversicht. Er konnte die Menschenfreundlichkeit Gottes vorstellbar machen.“

Helmut Kutin, ehemaliger Präsident von SOS-Kinderdorf: „Wir standen uns persönlich nahe. Er war für mich ein wunderbarer Lehrer in meiner Schulzeit und hat mich schon in jungen Jahren beeindruckt. Sein ganzes Leben lang war er Freund und Förderer der SOS-Kinderdorf-Idee.“

Hermann Glettler, Bischof der Diözese Innsbruck: „Reinhold Stecher war auch als Bischof durch und durch Pädagoge, ein faszinierender Begleiter unzähliger Menschen auf ihrem persönlichen Lebens- und Glaubensweg. Tatsächlich und im übertragenen Sinn war er ein ,Bergführer´, der selbst das dankbare Staunen über Gottes Schöpfung und einen gottgeschenkten Humor nie verloren hat.“

Peter Jungmann, Obmann des Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins: „Stecher gab dem katholischen Glauben ein menschliches Gesicht und machte vielen Mut und Hoffnung - auch mit seinen Briefen, Bildern und Büchern.“

explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kommentare lesen mit
Jetzt testen
Sie sind bereits Digital-Abonnent?
Tirol
Tirol Wetter
0° / 5°
stark bewölkt
-1° / 5°
wolkig
-2° / 1°
stark bewölkt
-1° / 4°
wolkig
-7° / 1°
wolkig