17.12.2021 00:01 |

Jugend am Werk

Sprungbrett in den neuen Job

Unterstützung für Langzeitarbeitslose: Die Intitiative Sprungbrett bietet für Menschen, die schon länger auf Jobsuche sind, nachhaltige Unterstützung und Fördermöglichkeiten. Das Programm steht sowohl Arbeitnehmenden als auch Unternehmen zur Verfügung.

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Manchmal braucht es Umwege, um wieder auf Kurs zu kommen. Für Bernd, 53, hat sich vor zwei Jahren alles geändert. Nachdem er seinen langjährigen Job verloren hatte, verlor er auch einen Teil seiner Lebensfreude. Bernd verschickte wöchentlich mehrere Bewerbungen. Doch während er anfangs noch vereinzelt zu einem Vorstellungsgespräch geladen wurde, erhielt er im Laufe der Zeit nur noch Absagen. Trotz seines aktiven Einsatzes wurde Bernd zum Langzeitarbeitlosen.

Rückkehr in die Beschäftigung
Das Problem, das Bernd mit so vielen anderen langzeitarbeitslosen Menschen teilt, ist bekannt.

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„Viele Arbeitgeber vermeiden die Einstellung von Personen, die neun Monate oder länger vom Arbeitsmarkt weg sind.“

Waltraud Pölzl, Geschäftsbereichsleitung Ausbildung und Arbeitsmarkt bei Jugend am Werk

Doch auch gesundheitliche Probleme, ein höheres Alter oder Migrationshintergrund können die Ursachen für eine lange Arbeitslosigkeit sein. Die Beratungs- und Betreuungseinrichtung (BBE) Sprungbrett Steiermark steht daher Personen wie Bernd bei der Rückkehr in die Beschäftigung aktiv zur Seite. „Mit seinem umfassenden Beratungsangebot begleitet die vom AMS geförderte Beratungs- und Betreuungseinrichtung Sprungbrett Betroffene am Weg zurück ins Berufsleben“, betont Christina Lind vom AMS Steiermark.

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"Über das Programm Sprungbrett will das AMS Steiermark bis Ende nächsten Jahres 5000 langzeitarbeitslose Menschen wieder in Beschäftigung bringen.“

Christina Lind, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Steiermark

Sprungbrett für Unternehmen
Darüber hinaus steht die BBE Sprungbrett allen Unternehmen offen, die am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen einstellen wollen. Bei der Neueinstellung von langzeitbeschäftigten Personen im Rahmen des Programms erhalten Unternehmen Zuschüsse zu den Lohn- und Lohnnebenkosten sowie kostenlose begleitende Unterstützung am Beginn eines Dienstverhältnisses. Vor Anstellung ist eine Arbeitserprobung zum gegenseitigen Kennenlernen möglich. Dieses dient zum Praxiserwerb, zum Training von Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie zur Heranführung an einen betrieblichen Arbeitsplatz. Dabei entstehen weder für Unternehmen noch für Teilnehmende Kosten.

Beratung, Workshops und Coaching
Nach Zuweisung durch das AMS Steiermark in die BBE Sprungbrett wird Bernd zu einem Erstgespräch und Infotag eingeladen. Durch individuelle Maßnahmen wird er anschließend gezielt bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt. Bernd entdeckt neue fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen und erfährt in der Beratung und durch Testverfahren mehr über seine Fähigkeiten und Vermittlungshemmnisse. Zusätzlich nimmt er an Workshops rund um Bewerbungstraining, Konfliktmanagement, Kommunikation und Resilienz am Arbeitsplatz teil. Nach und nach gelingt es ihm damit, wieder Fuß am Arbeitsmarkt zu fassen und er findet am Ende in einem neuen Unternehmen sein berufliches Glück. Die BBE Sprungbrett unterstützt ihn weiterhin durch persönliche Nachbetreuung und Coaching im Job. So kann möglichen Krisen gezielt entgegengewirkt und einer weiteren Kündigung vorgebeugt werden.

Das Projekt Sprungbrett wird von Jugend am Werk Steiermark gemeinsam mit alea und mit finanzieller Unterstützung des AMS Steiermark durchgeführt.

Alle Infos finden Sie online hier.

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