Verdacht: Geldwäsche

Hilfe bei angeblicher Scheidung endete vor Gericht

War es männliche Solidarität oder die Aussicht auf 800 Euro monatlich? Jedenfalls ließ sich ein 50-Jähriger im Bezirk Gmünd per Mail dazu überreden, ein Bankkonto zu eröffnen. Darauf wollte ein angeblicher Noch-Ehemann Ersparnisse vor seiner Frau „in Sicherheit bringen“. Böses Erwachen für den Waldviertler: Anklage!

Mit der Aussicht auf die zugesagten 800 € im Monat eröffnete der Waldviertler ein Online-Konto und übermittelte Daten und Zugriffscodes an den angeblich vor der Scheidung stehenden Unbekannten, der dort sein Geld vor dem Zugriff der Ehefrau schützen wolle. In nur wenigen Tagen langten auf dem Konto tatsächlich 220.000 Euro ein. Dass bei manchen Überweisungen als Verwendungszweck „Goldkauf“ angegeben war, machte den 50-Jährigen dann aber doch stutzig, berichten die „NÖN“.

Betrüger auf den Leim gegangen
Alarmiert pfiff der Mann aus dem Bezirk Gmünd auf weitere in Aussicht gestellte 800 € pro Monat: Er ließ das Konto sperren, allerdings waren 80.000 Euro bereits wieder ins Ausland transferiert worden. Seine Vermutung, einem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein, bestätigte sich. Der Waldviertler sah sich bald mit dem Vorwurf der Geldwäsche konfrontiert - und landete auf der Anklagebank des Landesgerichts in Krems.

Die Richterin folgte aber der Argumentation der Verteidigung - der Beschuldigte habe nur leichtgläubig helfen wollen und nicht gewusst, dass es sich um ergaunertes Geld handelte: Freispruch! Das sichergestellte Geld vom Konto wurde für verfallen erklärt und geht an den Staat.

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