So, 19. August 2018

Bankomat gesprengt

19.04.2011 12:50

Laut BK dritter Fall in Österreich - vier Banden am Werk?

Die Flüssiggas-Sprengung eines Bankomaten am Montag in Wien-Landstraße reiht sich in eine Serie ein, die am 3. September 2010 in Brunn am Gebirge begonnen hat: Damals wurde ein Geldausgabeautomat der örtlichen Raiffeisenlandesbank mit Hilfe von Gas gesprengt. Ebenfalls Raiffeisen-Filialen waren am 21. Februar 2011 in Wien-Favoriten (siehe Infobox) sowie beim jüngsten Coup in der Ghegastraße das Ziel.

Insgesamt haben kriminelle Banden seit Mitte Mai vergangenen Jahres 18 Bankomaten verschiedener Geldinstitute in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und Salzburg erfolgreich aufgebrochen, aufgeschnitten, aus der Verankerung gerissen oder eben gesprengt. Im Gegensatz zu den anderen Vorgangsweisen können die Banken der Gas-Sprengung nicht so leicht durch Maßnahmen wie eine bessere Verankerungen der Geräte oder bauliche Hürden entgegenwirken.

Bei den drei ähnlich gelagerten Fällen in Wien und im Bezirk Mödling - es handelt sich laut Helmut Greiner, Sprecher des Bundeskriminalamtes (BK), um die bisher österreichweit einzigen Bankomatsprengungen mit Hilfe von Gas - lagen alle Tatorte in unmittelbarer Nähe zu einer hochrangigen Straßenverbindung: Die Täter konnten auf der Flucht in Minutenschnelle die Autobahn erreichen.

Offenbar vier verscheidene Banden am Werk
Neue Erkenntnisse zum jüngsten Fall lagen am Dienstag nicht vor: Die geraubten Geldkassetten seien noch nicht wieder aufgetaucht, und auch keine "heiße Spur", hieß es von den Ermittlern der Gruppe Popernitsch im Landeskriminalamt. Die Profi-Kriminellen hatten am Montag gegen 4.20 Uhr in einer Filiale der Raiffeisenlandesbank NÖ/Wien in der Ghegastraße 1 im Bezirk Landstraße den Automaten mit Flüssiggas zerstört (siehe Infobox). Sie entkamen mit einer fünfstelligen Summe.

Die Koordination der inländischen Ermittlungen und der Informationsaustausch mit den betroffenen Nachbarstaaten Ungarn, Slowakei und Tschechien läuft über das BK. Aufgrund der unterschiedlichen Vorgehensweisen, gesicherter Spuren und Aufnahmen aus der Videoüberwachung glauben die Kriminalsten, dass sie es mit vier verschiedenen Banden zu tun haben. Die Täter dürften aus dem Osten stammen. Dort wurden auch die meisten einschlägigen Straftaten gesetzt. Die Banden kommen gewöhnlich mit zwei PS-starken Fahrzeugen, vorzugsweise der Marken BMW und Audi, zu den Tatorten, sagte Greiner. Als Transportfahrzeug für einen herausgerissenen Bankomaten - vier Männer können die 170 bis 200 Kilogramm schweren Geräte ohne Probleme ins Fluchtauto hieven - dienen Geländefahrzeuge wie Audi Q7, BMW X5 oder X6 oder Porsche Cayenne.

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