Künstlicher Horst

Gemeinde möchte Storchenpaar zur Rückkehr animieren

In der Marchfeld-Gemeinde Dürnkrut (Bezirk Gänserndorf) will man mit Hilfe eines eigens errichteten künstlichen Horsts ein Storchenpaar anlocken. In der Gemeinde hatte es laut WWF auf einem alten Fabriksgebäude einen - bis zum Vorjahr "bewohnten" - Storchenhorst gegeben, der jedoch im Zuge von Renovierungsarbeiten entfernt werden musste. Um Meister Adebar zur Rückkehr zu animieren, wurde nun als Standort ein Strommast ausgewählt, auf dem bereits vor einiger Zeit ein Storchenpaar versucht hatte, einen Horst zu bauen.

"Genau auf demselben Mast hat ein Storchenpaar vor längerer Zeit schon einmal versucht, einen Horst zu errichten", weiß der Dürnkruter Bürgermeister Herbert Bauch. "Vielleicht kommt sogar dasselbe Paar zurück? Mit unserer Schützenhilfe sollte es mit dem Nachwuchs eigentlich bald klappen", so der Bürgermeister schmunzelnd. Die nun errichtete Konstruktion besteht aus einem aus Weidenästen geflochtenen Korb, der mit Zweigen und Heu befüllt wurde.

67 Storchenpaare brüteten im vergangenen Jahr
"Jede Nisthilfe ist eine Unterstützung für die Weißstorch-Population der March-Thaya-Auen", begrüßt Bernadette Strohmaier vom WWF die Aktion. Dem WWF zufolge gibt es leider immer weniger ursprüngliche Hort-Bäume, vor allem alte Eichen, weshalb man den Störchen mit anderen geeigneten Unterlagen weiterhelfen müsse. Im vergangenen Jahr brüteten in den March-Thaya-Auen 67 Storchenpaare, der Bestand sei relativ stabil.

Kleinprojekte wie die Storchenrettung würden im Rahmen des Ramsar-Skat-Programms vom Weinviertelmanagement und WWF begleitet. "Unter dem Motto 'Naturschutz in meiner Gemeinde' freuen wir uns über alle Initiativen für den Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume in den March-Thaya-Auen", lädt Martina Liehl vom Weinviertelmanagement zum Mitmachen ein.

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