Fr, 17. August 2018

Kürzer Fahrzeit

17.04.2011 17:24

Studie sucht nach passender Variante für Mühlkreisbahn

Eine Stunde und zehn Minuten wäre die schnellstmögliche Verbindung auf der derzeitigen Mühlkreisbahn-Trasse zwischen Linz-Urfahr und Rohrbach/Berg. Auf bis zu 59 Minuten könnte die Fahrzeit durch Investitionen von bis zu 165 Millionen vermindert werden.

Am Mittwoch werden die vier Erneuerungs-Varianten für die Mühlkreisbahn zwischen Linz/Urfahr und Rohrbach/Berg präsentiert, die mit 112 bis 165 Millionen Euro Fahrzeiten von 63 bis 59 Minuten, statt jetzt 1:22 Stunde auf der maroden Strecke, erreichen könnten.

Sogar einen Fahrplan für die Strecke gibt es bereits, wobei die Machbarkeitsstudie nach der richtigen Mischung sucht. Und folgendes gefunden hat: Regionalstraßenbahnen fahren vom Mühlkreisbahnhof (Urfahr/Hillingerheim) alle 15 Minuten Richtung Rottenegg, zu den Minuten 01, 16, 31 und 46. Diese Züge bedienen alle Halte zwischen Mühlkreisbahnhof und Rottenegg und kommen dort zu den Minuten 09, 24, 39 und 54 an. Die Haltestelle Dürnberg wird aufgelassen, dafür kommen als zusätzliche Halte Urfahr-West und Ottensheim-West dazu.

Zusätzlich fahren vom Mühlkreisbahnhof alle 30 Minuten beschleunigte Züge ab, die bis Rottenegg durchfahren und dann alle Halte bis zum Endbahnhof (in dieser Studie in Rohrbach) bedienen. Schließlich soll es auch noch einen Eilzug im 60-Minuten-Takt von Rohrbach nach Linz geben. Mit welchen Fahrzeugen und welchen Spurweiten, ist offen. Jedenfalls wurden diesem Fahrplan die Fahrzeiten des "Gelenktriebwagens Meran" der Firmer Stadler Rail zugrundegelegt, den das Unternehmen für die Anforderungen des Kunden "zurechtschneidern" kann, zum Beispiel für die Eisenbahn-Spurweite oder auch für die Straßenbahn-Spurweite.

Für den Abschnitt Rohrbach Richtung Aigen/Schlägl wurden in dieser Studie keine vertiefenden Untersuchungen gemacht bzw. keine Optimierungen geprüft. Die Lösung bleibt also offen. Am Mittwoch präsentieren ÖVP-Landesvize Franz Hiesl und SPÖ-Verkehrsreferent Hermann Kepplinger diese Studie den Vertretern der betroffenen Gemeinden und der Presse. Danach ist die Politik am Wort.

von Werner Pöchinger, "OÖ Krone"

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