Lammfromme „Minu“

Angst vor Hund: Postler stellte kein Paket zu

Aus Angst vor dem großen Hund einer Pensionistin weigerte sich ein Zusteller im oberösterreichischen Attnang-Puchheim, die Frau mit Paketen zu beliefern. Nach einer „Krone“-Recherche ließ sich der Postler doch noch von der Harmlosigkeit des Vierbeiners überzeugen.

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„Das gibt’s doch nicht! Wir haben einen Postzusteller, der weigert sich, uns Pakete zu bringen, weil er Angst vor meinem Hund hat. Ich hab ihn zufällig auf der Straße gesehen und gefragt, was das soll? Da hat er mir erzählt, dass er einmal von einem Hund gebissen wurde und deshalb Angst hat“, berichtete Brigitte Radhuber (68) aus Attnang-Puchheim am Dienstag. „Bei den anderen Zustelldiensten wie DHL, DPD und wie sie alle heißen gibt es keine Probleme, nur bei der Post.“ Sie habe schon dreimal angerufen und sich beschwert, aber es habe alles nichts genutzt. Radhuber: „Ich musste meine Pakete schließlich selbst abholen.“

„Sie ist lammfromm“
Die Pensionistin besitzt eine siebenjährige italienische Hirtenhündin namens „Minu“, die sie als lammfromm bezeichnet: „Sicher, sie gibt Laute, wenn sich jemand nähert, aber ,Minu‘ hat noch nie jemandem etwas getan.“

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Der Zusteller konnte sich von der Harmlosigkeit des Hundes überzeugen, die Paketzustellung erfolgt nun wieder wie gewohnt.

Post-Sprecher Markus Leitgeb

Die „Krone“ ging der doch eher kuriosen Geschichte nach. Post-Sprecher Markus Leitgeb: „Die Glocke zum Anläuten befindet sich am Grundstück, dieses wollte der Zusteller aus Sorge vor dem Hund nicht betreten. Wir haben die Situation mittlerweile gelöst: Der Zusteller konnte sich von der Harmlosigkeit des Hundes überzeugen, die Paketzustellung erfolgt nun wieder wie gewohnt.“

Erstmals am Grundstück
Tatsächlich betrat der Zusteller am Mittwoch erstmals das Grundstück und läutete brav, bestätigt Radhuber.

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