30.11.2021 13:19 |

„Alle wollen Freiheit“

Nehammer: Demonstranten sollen „in sich gehen“

Innenminister Karl Nehammer versuchte am Dienstag mit emotionalen Worten Maßnahmengegnern ins Gewissen zu reden. „Wir alle wollen unsere Freiheit zurück“, erklärte er. Der Weg dorthin führe aber nicht über Gewalt, sondern über die Impfung. Er appelliere an alle, die demonstrieren gehen wollen, „noch einmal in sich zu gehen“. Die Pandemie betreffe alle, betonte er: „Wir wollen auch unsere Freiheit zurück.“

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„Das Impfthema ist kein parteipolitisches, sondern ein gesundheitspolitisches. Impfen heißt, auf einander aufpassen und unser aller Freiheit zurückgewinnen.“ Das Ziel müsse es sein, gemeinsam gegen das Virus zu kämpfen und nicht gegeneinander, sagte Nehammer.

Nehammer: „Werden jede Straftat verfolgen“
Extremisten würden die Corona-Krise ausnutzen, um Gewalt zu säen. „Sie sehen in Corona eine Jahrhundertchance“. Bei der von der FPÖ neuerlich geplanten Großdemo seien die Polizisten sehr gefordert. Die Menschen in Österreich hätten das Recht zu demonstrieren, „aber allen Gewalttätern muss klar sein, dass wir jede Straftat verfolgen werden“, so der Innenminister. „Wir werden nicht zuschauen, wenn der Judenstern getragen und der Holocaust verharmlost wird.“

FPÖ agiere „im höchsten Maße verantwortungslos“
Die Corona-Verordnungen seien kein Selbstzweck, sondern notwendig, weil das Virus grassiere und die Intensivstation voll seien. Es gehe nicht darum, sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen, sondern um den Kampf gegen das Virus. „In Wahrheit ist es nicht so schwierig und kompliziert.“ Es müsse nur die Emotion herausgenommen und nicht geschürt werden. Er finde es daher „im höchsten Maße verantwortungslos“ von der FPÖ, dass sie Hass, Zorn und Wut schüre. „Dieses Öl-ins-Feuer-Gießen ist höchst gefährlich“, sagte Nehammer.

Der Unmut der Bevölkerung werde ausgenutzt. Die Menschen würden auf die Straße gehen, weil sie frustriert seien, aber daraus dürfe nicht Gewalt werden. „Das Virus belastet uns alle. Wir alle haben viel durchgemacht. Wir wollen auch unsere Freiheit zurück.“ Aber mit Eskalation sei niemandem geholfen, so der Minister.

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