Am Weg der Besserung

Katzenbaby schwer krank auf Straße gefunden

Ende Oktober fand eine Tierfreundin mitten im Ortszentrum von Lochen in Oberösterreich am Straßenrand ein Katzenbaby in erbärmlichem Zustand und brachte es zum nahegelegenen Tierschutzhof „Pfotenhilfe“. Beim Tierarzt wurde schnell klar: Das etwa drei Monate alte dreifärbige Kätzchen ist nur knapp dem Tod entkommen. 

„Kitty“, wie sie genannt wurde, hatte stark vereiterte Augen vom schweren Katzenschnupfen, Mittelohrentzündung samt starkem Ohrmilbenbefall, Geschwüre im Mund, Entzündungen auf der Zunge und des Zahnfleisches sowie eine schwere Herpesinfektion am linken Auge, weshalb der Augapfel vollständig zerstört ist.

Krankes Tier einfach „entsorgt“?
„Pfotenhilfe“-Chefin Johanna Stadler ist entsetzt: „Wir können die schwere Operation zur Entfernung des Augapfels bei Kitty erst vornehmen lassen, wenn sie ansonsten wieder gesund ist. Seit Wochen kümmere ich mich rund um die Uhr auch Zuhause persönlich um sie, und in den ersten zwei Wochen habe ich nicht gewusst, ob sie überhaupt überleben wird, so schwer krank und schwach war sie. Mittlerweile ist Kitty langsam auf dem Weg der Besserung und ich bin zuversichtlich, dass sie es schafft. Aber ich muss leider davon ausgehen, dass jemand das Kätzchen, als es krank wurde, ausgesetzt hat. Wenn die Mutterkatze rechtzeitig gesetzeskonform kastriert worden wäre, hätte man viel Leid verhindern können.“

Hinweise erbeten - Täter droht Strafe
Die Tierschutzorganisation ist dankbar für jeden Hinweis, woher die Katze stammt, auch anonym, da eine Anzeige nur etwas bringt, wenn es konkrete Hinweise gibt. Ein Verstoß gegen die Kastrationspflicht kostet bis zu 3750 Euro, bei einem Gerichtsverfahren wegen Tierquälerei drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. „Kitty“ sucht nach ihrer vollständigen Genesung natürlich eine neue Familie, die sie auch einäugig als vollwertiges Familienmitglied akzeptiert und liebt, damit sie ihr schreckliches bisheriges Leben schnell vergessen kann.

 Tierecke
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Samstag, 04. Dezember 2021
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