19.11.2021 06:29 |

Auch Kanzler vor Ort

Lockdown für alle am Tiroler Achensee beschlossen

Am Tiroler Achensee hat Donnerstagabend bei der Landeshauptleute-Konferenz das Ringen um Verschärfungen der Corona-Maßnahmen beziehungsweise einen generellen Lockdown in ganz Österreich begonnen. Auch Kanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein waren vor Ort. Freitagfrüh wurde bekannt, dass ab Montag ein bundesweiter Lockdown kommen soll!

Salzburg und Oberösterreich hatten am Donnerstag bereits den Lockdown für alle ab Montag ausgerufen. Schon Donnerstagabend wurde in Tirol verhandelt, ob dieser auch österreichweit verhängt wird oder ob in den sieben anderen Ländern gelindere Maßnahmen wie etwa nächtliche Ausgangssperren auch für Geimpfte reichen.

Freitagfrüh wurde dann bekannt, dass ab Montag ein bundesweiter Lockdown kommen soll. Ab dann gilt ein zehntägiger Lockdown in ganz Österreich, wie die „Krone“ erfuhr. Das Herunterfahren soll dann um maximal zehn weitere Tage verlängert werden. Die Schulen dürften nur für Betreuung offen bleiben.

Widerstand gegen generellen Lockdown
Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) waren bereits Donnerstagabend an den Tiroler Achensee gefahren, um mit den für die Landeshauptleutekonferenz zusammengekommenen Länderchefs über das weitere Vorgehen zu beraten. Widerstand gegen einen österreichweiten Lockdown gab es im Vorfeld  in den Reihen der ÖVP: Kanzler Schallenberg hat sich wiederholt dagegen ausgesprochen, die für die Ungeimpften bereits geltenden Ausgangsbeschränkungen auch auf Geimpfte auszudehnen.

Auch die ÖVP-geführten Länder Tirol, Niederösterreich und Steiermark waren zunächst nicht bereit, dem Vorbild Salzburgs und Oberösterreichs zu folgen - die sich angesichts dramatischer Appelle aus den Krankenhäusern und erschreckend hoher Zahlen letztlich doch zu einem Lockdown für alle entschieden hatten.

„Rote“ Länder durchaus für Lockdown bereit
Solidarisch mit diesen beiden Ländern hatten sich hingegen die SPÖ-regierten Länder Kärnten, Wien und Burgenland gezeigt. Sie waren, obwohl zumindest Wien und das Burgenland die vierte Welle deutlich besser im Griff haben, durchaus zu einem Lockdown für alle bereit - und äußerten im Vorfeld auch die Erwartung, dass die Bundesregierung am Freitag einen solchen beschließen wird.

 Tiroler Krone
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