11.11.2021 07:10 |

In drei Gemeinden

Ungelöste Fälle halten Ermittler in Tirol auf Trab

Ordentlich gefordert war die Feuerwehr in Stanz im September und Oktober. Viermal kam es zu Bränden. Ende Oktober konnte ein 16-Jähriger als mutmaßlicher Täter festgenommen werden. Restlos geklärt ist der Fall nicht. Ebenso wie die Explosion auf einer Tiwag-Baustelle sowie der Brand eines Polizeiautos in Innsbruck.

Wie die „Tiroler Krone“ berichtete, war das Zentrum von Stanz Ort des Geschehens der Brandserie. Zwei Wohnhäuser, ein landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude sowie ein Geräteschuppen fielen einem Feuerteufel zum Opfer. Der Gesamtschaden liegt nach Schätzungen im hohen sechsstelligen Euro-Bereich. Tappten die Ermittler vorerst noch im Dunkeln, so konnten sie am 25. Oktober einen Erfolg verkünden: Ein 16-jähriger Einheimischer wurde als mutmaßlicher Täter ausgeforscht.

Beschwerde gegen U-Haft beim Oberlandesgericht
Der Jugendliche, der immerhin einen der vier Brände gestand, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Innsbrucker Justizanstalt gebracht. Nähere Angaben zum Motiv waren vorerst unklar, da der junge Bursche von seinem Recht, nämlich die Aussage zu verweigern, Gebrauch machte.

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Der 16-Jährige befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft, gegen die er eine Beschwerde eingereicht hat.

Hansjörg Mayr

Wie Hansjörg Mayr, Pressesprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft auf Nachfrage der „Tiroler Krone“ mitteilt, „befindet sich der 16-Jährige nach wie vor in Untersuchungshaft“. Gegen diese habe er aber beim Oberlandesgericht Beschwerde eingereicht.

Zeitnah wird nun eine Haftüberprüfung erfolgen. Offenbar hüllt sich der Jugendliche weiterhin in Schweigen. Ob er für die drei anderen Brände auch verantwortlich ist, ist also nach wie vor unklar. Laut Mayr „dauern die Ermittlungen in diesen Fällen noch an“.

Explosion bei Baustelle der Tiwag noch nicht geklärt
Rätselraten herrscht auch weiterhin bei der Tiwag. Am 20. Oktober kam es auf der Kraftwerksbaustelle im Kühtai zu einem schrecklichen Ereignis. Ein erfahrener Arbeiter bohrte eine Sprengkapsel an, wodurch es zu einer Explosion kam. Der Mann war auf der Stelle tot. Zwei Tage später ging der Fall an die Innsbrucker Staatsanwaltschaft. „Auch in diesem Fall gibt es nach wie vor keine neuen Erkenntnisse“, sagt Mayr, „die Ermittlungen laufen noch“.

Brand von Polizeiauto: Die Exekutive tappt im Dunkeln
Fast in Vergessenheit geraten ist ein Anschlag gegen die Innsbrucker Polizei. In der Nacht auf den 5. Februar wurde vor der Inspektion in Hötting ein Dienstfahrzeug angezündet. Drei Beamte, die versuchten, den Flammen Herr zu werden, mussten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in die Klinik gebracht werden.

Wer den Brand legte, konnte bis heute nicht geklärt werden. „Die Ermittlungen förderten nichts Neues zutage“, betont Pressesprecher Stefan Eder.

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