22.10.2021 13:17 |

Drama bei Kraftwerk

Schock nach tödlicher Explosion - Justiz ermittelt

Rätselraten und ein tiefer Schock herrscht nach wie vor bei der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) nach dem tragischen Unfall am Mittwochabend auf einer Kraftwerksbaustelle im Kühtai. Wie berichtet, führte das Anbohren einer Sprengkapsel zu einer Detonation, wodurch ein Arbeiter (47) starb. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen eingeleitet.

Ermittelt werde gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Es handle sich um einen bei derartigen tödlichen Arbeitsunfällen üblichen Vorgang und erfolge automatisch, hieß es.

Untersuchungen dauern an
Die Untersuchungen zum genauen Unfallhergang inklusive Zeugeneinvernahmen dauerten indes weiter an. Der 47-jährige Arbeiter aus Österreich dürfte nach bisherigen Erkenntnissen im Zuge von unterirdischen Vortriebsarbeiten zum Beileitungsstollen aus noch unbekannter Ursache eine Sprengkapsel angebohrt haben. Der Arbeiter der bauausführenden ARGE wurde daraufhin durch die Detonation tödlich verletzt.

„Erfahrener Arbeiter“
Auf Nachfrage der „Tiroler Krone“ teilte Tiwag-Bauleiter Hannes Pircher mit, dass es sich „um einen langjährigen Mitarbeiter mit viel Erfahrung“ handelte. Eine Theorie, wie es zu dem tödlichen Unfall kam, gibt es nicht und „wir möchten auch keine Spekulationen dazu anstellen“. Was Pircher sagen konnte, ist, dass bei Vortriebsarbeiten in Stollen „jeden Tag zahlreiche Sprengkapseln zum Einsatz kommen“. Für einen sogenannten Abschlag von eineinhalb Metern brauche es etliche solcher patronierter Kapseln. 750 Gramm wiegt eine von ihnen.

Mitte September war es in einem anderen Stollen auf derselben Baustelle zu einem Brand gekommen. Dabei fing ein Bohrwagen Feuer. Sechs Arbeiter erlitten dabei leichte Rauchgasvergiftungen. Sie hatten sich rechtzeitig in einen dafür vorgesehenen Container retten können.

 Tiroler Krone
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