09.11.2021 14:19 |

Norwegen rätselt

Vier Kilometer Seekabel verschwunden: „Mysterium“

Vor der Küste Norwegens sind 4,3 Kilometer eines Seekabels verschwunden, mit dem Informationen über das Leben am Meeresgrund gesammelt werden. „Es ist ein Mysterium“, sagte die Chefin des Meeresforschungsinstituts am Dienstag im norwegischen Rundfunk. Der Sicherheitsdienst der Polizei ist informiert.

Das insgesamt 66 Kilometer lange Kabel verbindet mehrere Unterwasserplattformen, die mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet sind, sagte Projektleiter Geir Pedersen. Sie liefern Informationen über Kabeljau-Bestände, die Wanderungen von Fischschwärmen, den Aufenthaltsort von Walen oder das Mischungsverhältnis von Wasser aus dem Atlantik und den norwegischen Küstenströmen. Da damit aber auch Schiffe und U-Boote gehört werden können, filtert das Militär die Audio-Informationen, bevor die Meeresforscher sie bekommen.

Unterwasserroboter untersuchten Leitung am Meeresgrund
Die Übertragung einer der beiden Kreisläufe an das Observatorium Lofoten-Vesteralen brach im April plötzlich ab. Das Meeresforschungsinstitut suchte den Fehler zunächst in der eigenen Technik - ohne Erfolg. Mithilfe von Unterwasserrobotern begann man, die Leitung auf dem Meeresgrund zu untersuchten. Nach vier Monaten fand man die Ursache: Gut vier Kilometer des Kabels sind herausgerissen worden und spurlos verschwunden.

„Kann sein, dass jemand das nicht möchte“
Nun fragt man sich, wer der Verursacher sein könnte, die Regierung und der polizeiliche Sicherheitsdienst wurden informiert. „Die von uns gesammelten Daten sind online verfügbar. Es kann sein, dass jemand das nicht möchte“, sagte der Sicherheitsbeauftragte des Meeresforschungsinstituts.

Projektleiter Pedersen hält es auch für möglich, dass ein großes Fischerboot die Leitung in 200 Metern Tiefe herausgerissen hat. Noch im November wolle man erneut nach dem verschwundenen Kabel suchen.

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