02.11.2021 12:31 |

Hatte 3G-Nachweis

Corona-Toter in Flugzeug war vollständig geimpft

Der mysteriöse Vorfall um einen Passagier, der während eines Fluges nach Hamburg mit einer Corona-Infektion verstorben war, ist um eine Facette reicher: Der 51-Jährige war neuen Erkenntnissen zufolge vollständig geimpft.

Der Vorfall sorgte am langen Wochenende für Entsetzen: Als ein Fluggast nach der Landung in seinem Sitz zurückblieb, musste die Besatzung der Maschine eine grauenhafte Entdeckung machen: Der Mann aus Schleswig-Holstein war unbemerkt von anderen Passagieren und der Crew während der Reise verstorben.

Türkei gilt als Hochrisikogebiet mit strengen Regeln im Flugverkehr
Doch wie kann das sein, wenn alle Fluggäste vor dem Abflug streng kontrolliert werden? Nun steht fest: Der 51-Jährige hatte die Covid-19-Bestimmungen eingehalten und den Nachweis über seine vollständige Corona-Impfung erbracht. Seine Erkrankung wurde deshalb am Flughafen in Istanbul nicht bemerkt. Die Türkei gilt als Hochrisikogebiet bei der Einreise nach Deutschland, es gilt daher die 3G-Regel.

Die türkische Fluggesellschaft Pegasus Airlines bestätigte die Tragödie und betonte gleichzeitig, der Flug habe „unter vollständiger Einhaltung der Covid-19-Bestimmungen“ stattgefunden. Die Fluglinie sprach den Angehörigen und Freunden des Toten ihr Beileid aus.

Andere Fluggäste müssen mit Quarantäne-Anordnung rechnen
Bei der Obduktion hatte sich herausgestellt, dass der Deutsche mit dem Coronavirus infiziert war. Er soll außerdem an schweren Vorerkrankungen gelitten haben. Pegasus Airline versprach, mit den Behörden zu kooperieren. Alle Fluggäste, die in der Nähe des Corona-Toten saßen, müssen nun mit einer Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt rechnen.

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