Spiel für echte Männer

Als Napoleon die erste schwere Niederlage erlitt

Burgenland
01.11.2021 07:57

In das Schlachtfeld von Aspern anno 1809 verwandelte sich ein abgeschiedener Raum im Hotel Sifkovits in Rust. 12 befreundete „Feldherrn“ aus der Zinnfigurenwelt Katzelsdorf (NÖ) trafen sich zum Gefecht, in dem Napoleon erstmals eine schwere Niederlage hinnehmen musste. 3600 Soldaten - jeder drei Zentimeter groß - kämpften erneut.

Taktische Spiele gibt es seit Friedrich dem Großen. Bei dem Preußenkönig dienten sie der Offiziersausbildung. Heute dienen sie der Entspannung. „Für alle historischen Epochen werden komplexe Regelwerke angewendet“, erklären Insider. Von der Antike bis zur Gegenwart existieren Spielvorlagen.

Spannung pur
Jede Woche treffen sich Enthusiasten in der Zinnfigurenwelt in Katzelsdorf, um ihrem Hobby zu frönen. Sie beschäftigen sich umfassend mit dem Wissen über längst vergangene Zeiten. „Ich bin schon seit meinem 17. Lebensjahr dabei. Ich weiß die Strategie und die sich aufbauende Spannung zu schätzen“, sagt Günter Nimsch aus Wien.

Taktiert wurde auf dem Schlachtfeld von Aspern anno 1809. (Bild: Reinhard Judt)
Taktiert wurde auf dem Schlachtfeld von Aspern anno 1809.

Magie der Historie
Geschichtsträchtig war das Treffen im Hotel Sifkovits in Rust. In einem Extraraum breitete sich das Schlachtfeld von Aspern 1809 aus. 3600 kleine Soldaten standen sich auf 18 Quadratmetern gegenüber. „Das Gelände ist der Wirklichkeit nachempfunden, die Häuser sind naturgetreu nachgebaut und die Figuren selbst bemalt“, sagt „Hausherr“ Hans Hallwirth. Die Schlacht konnte beginnen.

Feldherrn gaben auf dem Schlachtfeld wohl überlegte Befehle. 3600 kleine Soldaten standen sich gegenüber. (Bild: Reinhard Judt)
Feldherrn gaben auf dem Schlachtfeld wohl überlegte Befehle. 3600 kleine Soldaten standen sich gegenüber.

Siegesfeier 1814
Detail am Rande: Napoleon war zwar nicht im Burgenland. Aber 1814 trafen sich am Fuße des Lagerberges im unweit entfernten Bruck an der Leitha (NÖ) die großen Sieger wie Kaiser Franz I. von Österreich, König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und König Max von Bayern.

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