30.10.2021 13:04 |

Gibt es einen Plan B?

Finanzen fürs Vitalbad werden genau geprüft

Ist das Vitalbad bei Minimundus mit Hotel und Radrennbahn finanziell zu stemmen? Die Zweifel wachsen, dass dieses Projekt mit den beschlossenen 50 Millionen Euro zu bezahlen sein werde. Indessen befeuert ein neuer Vorschlag, das Erlebnisbad am Südring zu bauen, die Diskussionen im Rathaus.

Wie berichtet, sind am Donnerstag nach der Präsentation der Pläne fürs Vitalbad neue Vorschläge ins Spiel gebracht worden. Statt des Bades beim Minimundus samt Hotel, Gastronomie, Wellness und Radrennbahn vor, das jährlich 300.000 Gäste anlocken soll, könnte am Südring eine günstigere Variante entstehen.

Immer mehr Zweifel
Denn immer mehr Politiker und Experten äußern Zweifel, dass man bei der Finanzierung des Vitalbades mit den angepeilten 50 Millionen das Auslangen finden werde. Das Alternativprojekt am Südring scheint die Debatten neu anzuheizen, zumal man dort wesentlich günstiger bauen könnte.

Zitat Icon

Ich muss mir ein umfassendes Bild verschaffen. Wir prüfen beim Vitalbad die finanziellen Optionen mit allen Folgewirkungen.

Philipp Liesnig, Finanzreferent der Landeshauptstadt Klagenfurt

Standort Südring
Zur Jumpworld One kommt beim Wörtherseestadion 2022 auch ein Waveworld One für Indoor-Surfer. Eine derartige Attraktion mit einem ganzjährigen Wellenritt-Erlebnis gibt es derzeit in Österreich nicht. Parallel dazu laufen Gespräche für ein Interimsbad, das als Zwischenlösung bis zur Eröffnung des neuen Vitalbads dienen soll.

Die Stadtwerke wiederum präferieren den Standort beim Fernheizwerk. Bürgermeister Christian Scheider: „Das müssen jetzt die Stadtwerke klären, ob es nicht doch Vorteile am Südring gibt und sie ihre Entscheidung noch revidieren.“

Plan B
Unabhängig von dieser Entscheidung arbeitet eine Investorengruppe an den Plänen für ein Erlebnisbad in diesem Bereich. „Ich bin froh, wenn es einen Plan B gibt. Allerdings haben wir keine Zeit mehr zu verlieren. Spätestens 2025 muss das Vitalbad stehen“, betont Scheider. Er sei ein gebranntes Kind, habe schon miterleben müssen, dass mehrere Badprojekte gescheitert seien. Scheider: „Mehr als 50 Millionen wird die Stadt für ein Bad jedenfalls nicht ausgeben.“

Von
Christian Tragner
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