Lockert Burgenland?

Corona-Zahlen steigen: So reagieren die Länder

Politik
28.10.2021 11:11

Die Corona-Infektionszahlen steigen stark an - am Donnerstag wurden erneut mehr als 4200 Ansteckungen gemeldet -, ein guter Teil der Bundesländer reagiert aber gelassen. Während die Steiermark am Vortag neue Regeln präsentierte, Oberösterreich die FFP2-Maskenpflicht erweitert und Wien schon länger auf härtere Maßnahmen setzt, will das Burgenland sogar lockern. Auch in Vorarlberg und Kärnten sind aktuell keine Verschärfungen geplant, womit unter anderem sogar die mäßig wirkungsvollen Selbsttests zu Hause in Anwendung bleiben können.

In Kärnten waren jedenfalls mit Stand Donnerstagvormittag keine Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geplant. „Man hat die Infektionslage natürlich genau im Auge - aktuell hält man in Kärnten aber die vom Bund gesetzten Maßnahmen für ausreichend“, sagte Gerd Kurath vom Landespressedienst. Wo die verletzlichste Gruppe ist - in den Alters- und Pflegeheimen -, habe man in Kärnten ohnehin besonders strenge Maßnahmen gesetzt, um eine Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern.

Trotz Negativtrend: Vorarlberg wartet ab
Auch in Vorarlberg, das in den vergangenen zwei Wochen den negativsten Trend hatte und ab kommender Woche das auch wieder an den Schulen testen wird müssen, will die Politik vorerst auf eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen verzichten. Zum jetzigen Zeitpunkt und aus heutiger Sicht seien keine strengeren als die aktuellen Bestimmungen vorgesehen, hieß es aus dem Büro des Landeshauptmanns.

Doskozil: Lockerung, wenn 80 Prozent geimpft sind
Noch weiter geht man im Burgenland, das immerhin neben Wien als einziges Bundesland auf der Corona-Ampel nicht rot geschaltet werden dürfte. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) strebt Lockerungen an, wenn das von ihm ausgegeben Ziel erreicht wird. Demnach sollen bis zum Landesfeiertag am 11. November 80 Prozent der impfbaren Bevölkerung gegen Corona geimpft sein. 1141 Stiche sind laut dem Countdown auf burgenlandimpft.at dafür noch nötig. Über die angestrebte Lockerung der Maßnahmen werde mit dem Bund gesprochen.

Die Zahlen in den Spitälern seien jedenfalls stabil, hieß es aus dem Büro des Landeshauptmanns am Donnerstag. Der Koordinationsstab Coronavirus vermeldete aktuell 110 Neuinfektionen und 21 Patienten in Krankenhäusern, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation.

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