28.10.2021 14:00 |

Gemeinderat beschließt

In Innsbruck kommt der neue Bozner Platz!

Innsbrucks Gemeinderäte haben in einer Sondergemeinderatssitzung die Neugestaltung des Boznerplatzes beschlossen. Heißt: 2022 werden die Bagger auffahren und Leitungen verlegen, 2023 geht es richtig los. 30 Bäume sind schon reserviert, um den vorgestellten Plan des Wettbewerbgewinners umsetzen zu können.

Nicht ohne vorherige Debatte ist es zur Abstimmung gekommen und nicht zum ersten Mal ist der Bozner Platz Thema. „Das Projekt Bozner Platz hat schon viele Runden in den Gremien gedreht. Auslöser dafür ist ein Fehler, für den ich die Verantwortung übernehme“, sagte Stadträtin Uschi Schwarzl gleich zu Beginn.

Neuer Bozner Platz: Das Für und Wider
In dieser Sondergemeinderatssitzung wurde aber nicht nur ein „formaler Fehler“ saniert und der Beschluss des Gemeinderats quasi nachgeholt, sondern das ganze Projekt selbst wurde noch einmal in Frage gestellt. Befürworter (Grüne, VP, FI, NEOS) sehen eine Notwendigkeit in der Aufhübschung des viel frequentierten Platzes, um die Wirtschaft dort inklusive Gastro zu stärken und den Menschen etwas Gutes zu tun: Es soll feiner werden, dort zu flanieren und Zeit zu verbringen.

Gegner sehen für solche Projekte kein Geld. Es gebe Wichtigeres für die Innsbrucker, wie etwa einen zweiten Recyclinghof. Zudem sei der Bozner Platz überhaupt nicht hässlich. Ein ästhetisches Urteil sei hier jedem Leser selbst überlassen (siehe Foto). So oder so, jetzt ist die Neugestaltung beschlossen.

Kopfweh wegen der Kosten
Der zweite Knackpunkt waren die Kosten. Sie sind auf fünf Millionen Euro angesetzt – genau die Grenze für eine begleitende Finanzkontrolle. Diese wird aber dennoch vorhanden sein – auch das wurde gestern mehrheitlich beschlossen. Eingerechnet wurde aber noch nicht alles, wie zum Beispiel die Beleuchtung. Auch merkt Ersatz-GR Martin Kubrian (SP) an, dass 165.000 Euro für die zu behebende Kontaminierung (von einer ehemaligen Tankstelle) zu wenig seien.

NR Julia Seidl (NEOS), die, zumindest vorläufig, ihren letzten Auftritt im Innsbrucker Gemeinderat hatte, echauffiert sich indes über die lange Budget-Debatte: „Es ärgert mich, wenn man eine Stunde darüber diskutiert, ob man mit den fünf Millionen Euro auskommt oder nicht, weil auch wenn es sechs Millionen Euro werden würden - würdet ihr dann plötzlich dafür stimmen? Ich glaube nicht“, wandte sie sich indirekt an die Ein-Mann-Fraktionen (außer dem Seniorenbund), die Blauen und die Roten.

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