Verdächtige bestreiten

Mädchen (15) wirft Migranten-Duo Missbrauch vor

Die Staatsanwaltschaft Linz ermittelt seit Sommer gegen zwei syrische Flüchtlinge (16, 17) wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person. Ein zum Tatzeitpunkt 15-jähriges Mädchen wirft den beiden vor, es vergewaltigt zu haben. Die Verdächtigen bestreiten allerdings jegliche sexuelle Handlung.
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Die Tat soll sich in der Nacht zum 11. Juli in einer Caritas-Unterkunft im Linzer Zentrum zugetragen haben. Um 4.45 Uhr waren Hausbewohner durch Lärm im Innenhof aufgeschreckt worden. Als sie nachschauten, bemerkten sie ein nur spärlich bekleidetes Mädchen, das verzweifelt herumschrie, weinte und wild um sich schlug. „Ich möchte nicht mehr vergewaltigt werden“, war zu verstehen. Aber auch: „Meine Mama soll mir helfen.“

Auch Erinnerungslücken beklagt
Polizei und Rettung wurden alarmiert, das geschockte Mädchen in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten Ärzte im Rahmen einer eingehenderen medizinischen Untersuchung bei der 15-Jährigen auch Rötungen im Intimbereich fest, die noch gut sichtbar waren. Bei späteren Einvernahmen erklärte die Schülerin, dass sie offenbar von zwei jungen Flüchtlingen vergewaltigt worden sei. Die gebürtige Deutsche beklagte jedoch auch Erinnerungslücken.

Ihren Angaben zufolge war sie in der Tatnacht zunächst mit einer Freundin zu einer Tankstelle gegangen, um einen „Hugo“ (Prosecco-Cocktail) zu konsumieren. Unterwegs sei sie dann von drei jungen Ausländern angesprochen worden, die sie fragten, ob sie nicht einen Joint mit ihnen rauchen wolle. In der Caritas-Unterkunft habe sie dann bei einem Joint angezogen. Das Letzte, an das sie sich erinnern könne, sei gewesen, dass man sie aufs Bett gelegt und ihr die Hose ausgezogen habe. Sie sei erst im Spital wieder zu sich gekommen.

Syrer streiten alles ab
Die verdächtigen Syrer (16, 17) bestreiten jegliche sexuelle Handlung. Sie behaupten, die 15-Jährige aus der Wohnung gebracht zu haben, weil sie sich verrückt aufgeführt habe und sie Angst vor ihr gehabt hätten. „Wir haben eine molekularbiologische Untersuchung in Auftrag gegeben, die klären soll, ob es zu Intim-Kontakten gekommen ist“, sagt Reinhard Steiner von der Staatsanwaltschaft Linz.

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