Ski Alpin

Sölden-Starter erlebt Schrecksekunde im Schnalstal

Vorarlberg
22.10.2021 08:25

Die Weltcupsaison hat noch gar nicht begonne, und schon fallen in den Reihen des österreichischen Skiverbands mit Europacup-Gesamtsieger Max Lahnsteiner und der jungen Tirolerin Lisa Hörhager gleich zwei Zukunftshoffnungen für die gesamte Saison aus. Ein anderer ÖSV-Athlet, der am Sonntag in Sölden an den Start gehen wird, hatte bei Abflug im Südtiroler allerdings nochmals Glück im Unglück.

„Zuallererst habe ich einmal die Luft angehalten“, erinnert sich Patrick Feurstein an jenen Sturz, den er am Dienstag beim ÖSV-Training auf der Leo Gurschler-Piste im Südtiroler Schnalstal fabrizierte. „Es war mein dritter Trainingslauf und ich habe einen Linksschwung etwas zu früh angedriftet." Doch plötzlich griffen die Kanten seiner Rossignol-Raketen und der Mellauer fädelte mit dem linken Ski ein.

In der Folge drehte sich der 24-Jährige um 180 Grad und schlug zuerst mit dem Hinterteil und dann mit dem Hinterkopf auf der Piste auf, ehe er den steilen und eisigen Piste dutzende Meter hinunterrutschte. „Ich habe die ganze Zeit geschaut, dass ich ja nicht irgendwie gegen eine Stange knalle“, sagt Patrick, der Glück hatte: „Außer einem steifen Nacken, einem Brummschädel und ein paar blauen Flecken ist mir nichts passiert. Ich habe nach dem Sturz auch noch einige Trainingsläufe absolviert und meinem Start am Sonntag sollte aus gesundheitlicher Sicht nichts im Wege stehen.“

Entscheidung am Sonntag
Während Feurstein - seinen Körper betreffend - Entwarnung geben konnte, schaut es mit seinem Material gar nicht so gut aus. „Leider habe ich mir bei dem Einfädler meinen Ski kaputtgemacht“, erzählt der Heeressportler. Das Problem: Es handelte sich dabei nicht um irgendeinen Trainingsski, sondern jenes Paar, mit dem Patrick auch am Sonntag das Rennen bestreiten wollte. „Mit diesem Ski habe ich zuletzt sehr viel trainiert und es hat alles extrem gut gepasst.“

Jetzt heißt es möglichst rasch adäquaten Ersatz finden. Was aber gar nicht so leicht ist. “Am Samstag werde ich auf einer Trainingspiste in Sölden nochmals testen, aber dort herrschen andere Verhältnisse wie auf dem Rennhang“, weiß der Bregenzerwälder. „Ich werde aber zumindest eine Vorauswahl treffen - die finale Entscheidung für die Skiwahl treffe ich erst nach der Besichtigung."

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