4 Stunden Verfolgung

Mit Drohne nach Häftling in Boxershorts gefahndet

Mit Hightech haben Polizisten einen 21-jährigen geflüchteten Strafgefangenen gejagt, der im oberösterreichischen Frankenmarkt beim Festnahmeversuch nur in roten Boxershorts aus dem Fenster getürmt war. Vier Stunden lang dauerte die Verfolgung auch mit einer Drohne - erst als es zu nieseln anfing, ließ sich der Ganove erwischen.

Am 8. Juli war der wegen Eigentumsdelikten verurteilte 21-Jährige vom Arbeitsfreigang nicht mehr in die Justizanstalt Ried heimgekommen. „Er war bereits länger im gelockerten Vollzug, warum er an diesem Tag den Freigang ,verlängerte‘, wissen wir nicht“, sagt Anstaltsleiter Oberstleutnant Andreas Hinterleitner. Ein EU-Haftbefehl wurde erlassen, Zielfahnder des Landeskriminalamts nahmen die Spur des Geflüchteten, der etwa fünf Monate abgesessen hatte, auf.

Drohne mit Video- und Wärmebildkamera
Und klopften am Dienstag in Frankenmarkt an die Tür der Wohnung seines Vaters. Drinnen: der 21-jährige Sohn. Der wollte aber nicht mehr „heim“ ins Gefängnis, sondern nahm durchs Fenster Reißaus. Nur in roter Unterhose bekleidet. Vier Stunden lang konnte er sich in und um Frankenmarkt erfolgreich vor den Polizisten, die auch Luftunterstützung in Form einer Drohne mit Video- und Wärmebildkamera hatten, verstecken. Dann, als es am späten Nachmittag kühl und nass wurde, konnten sie ihn lokalisieren und fangen.

Elf Monate noch offen
Inzwischen ist er zurück in der Justizanstalt Ried. Hier wird er seine noch offenen elf Monate Haft absitzen. „Die Flucht an sich ist nicht strafbar. Aber natürlich muss er sich erst wieder in der Anstalt bewähren, ehe er mit Vergünstigungen rechnen kann“, so der Gefängnis-Leiter.

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Dienstag, 07. Dezember 2021
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