26.03.2011 14:02 |

"Clericus Cup"

Priester kämpfen bei Fußball-Turnier im Vatikan um Pokal

Im Vatikan rollt der Ball wieder: Am Samstag hat in Rom der fünfte "Clericus Cup", das Fußball-Turnier der römischen Priesterseminare, begonnen. 16 Mannschaften mit rund 400 sportbegeisterten Priestern und Seminaristen kämpfen um den Titel. Die Teilnehmer kommen aus den verschiedensten Ländern, darunter sogar Osttimor und Benin. Auch ein Team der Schweizer Garde ist mit dabei.

Das Alter der Spieler reicht von 19 bis 57 Jahren. Die Teams kämpfen in vier Gruppen zu je vier Mannschaften um den Pokal, der am 28. Mai feierlich übergeben wird. Dieses Mal nimmt auch ein ehemaliger Serie-A-Spieler an der Meisterschaft teil: Davide Tisato, der vor einigen Jahren mit dem Fußballklub Chievo in der italienischen Topliga gespielt hatte, kickt nun für die Vatikan-Mannschaft "Redemptoris Mater", da er zum Seminaristen geworden ist.

Die Organisatoren sind sich des sportlichen Potenzials der katholischen Kirche bewusst. Viele der oft jungen Seminaristen kommen aus Fußball-Traditionsländern wie Uruguay, Brasilien und Argentinien. Erstmals hatte die Kleriker-Meisterschaft im Jahr 2007 stattgefunden. Seither habe sich das Niveau des Turniers sowie die Organisation deutlich gebessert, heißt es von  Seiten des Katholischen Sportverbands Italiens (CSI), der den Wettbewerb veranstaltet.

Strengere Maßstäbe als im weltlichen Fußball
Disziplin ist in der Vatikan-Meisterschaft ein Muss. Am Sonntag, dem Tag des Herrn, sind sportliche Begegnungen strikt untersagt. Überhaupt sind strengere Maßstäbe als im weltlichen Fußball angesagt. Wer sich auch nur zum geringsten Fluchen, von Gotteslästerungen nicht zu reden, hinreißen lässt, muss sofort in die Kabine.

Der Vatikan ist kein Mitglied des Fußball-Weltverbands (FIFA), trotzdem hat der kleinste Staat der Welt neben einer Liga auch eine eigene Nationalmannschaft, die hauptsächlich aus Einwohnern Roms besteht. Sie bestreitet nur selten Länderspiele und dann immer nur gegen andere Kleinstaaten wie San Marino oder Monaco. Stattdessen tritt sie meist gegen Pilger an.

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