05.10.2021 08:30 |

Hartberg - Sturm

Des einen Freud, des anderen Leid

Nach der Überraschung im Steirer-Derby hängt der Himmel über Hartberg voller Geigen, Sturm leckt derweil die Wunden. Während die Oststeirer mit dem 3:2-Sieg wieder einen Schritt nach vorne machten, müssen die Schwarzen mit der Doppelbelastung erst umgehen lernen. Die Sportchefs Andreas Schicker und Erich Korherr nahmen zur aktuellen Lage Stellung.

„Wenn du nicht bereit bist, dazu ein paar Prozent weniger gibst - dann passiert genau das! Hartberg dagegen war willig, fokussiert. Wir hätten uns einen Erfolg nicht verdient gehabt.“ Das sagte Sportchef Andreas Schicker nach der gestrigen Analyse, bei der Coach Christian Ilzer der Derby-Pleite nochmals auf den Grund ging. Die hausgemacht war, Sturm war körperlich und mental lange nicht bei der Sache.
An die englischen Wochen müssen sich die Schwarzen erst gewöhnen. Vorbereitung, Spannung aufbauen, Spiel - für einen Teil des Teams (noch) zu viel des Guten. „Wir haben die ganze letzte Saison dafür gespielt, um so einen Rhythmus zu haben. Das darf keine Ausrede sein“, so Schicker. Bis auf die Teamspieler (Stankovic, Gazibegovic, Geyrhofer, Prass und Affengruber) kann der Tross nun durchschnaufen, am Wochenende gibt Ilzer frei. „Die Pause wird uns guttun, die letzten Wochen waren doch sehr intensiv.“

Steigerung zu sehen
Bei Hartberg war freilich alles eitel Wonne nach dem 3:2. Mit stoischer Miene hatte Erich Korherr das Derby wie immer auf der Tribüne verfolgt. Auch der 2:0-Pausenführung hatte er noch nicht getraut. „Weil Sturm jederzeit die Mittel hat, um uns die Butter noch vom Brot zu nehmen.“ Erst nach dem 3:2-Sieg schnaufte der Sportchef dann tief durch, gönnte sich ein Glaserl Weißwein. „Ein ganz wichtiger Sieg. Die Ausgangslage war gefährlich, bei einer Niederlage wären wir ganz unten drinnen gewesen“, sagt der Sportchef nach dem ersten Heim-Dreier seit Mitte Mai. „Der war für das Selbstvertrauen enorm wichtig, auch für die Zuschauer.“
Denn im nächsten Heimspiel wartet mit Rapid gleich der nächste Hit. Bis dahin wird Trainer Kurt Russ weiter am Feinschliff der Oststeirer (testen Mittwoch gegen KSV) arbeiten. Korherr: „Viele Neue sind ja erst spät dazugestoßen, das braucht alles noch Zeit. Aber es wird von Woche zu Woche besser, auch gegen Sturm war wieder eine Steigerung zu sehen.“

Burghard Enzinger
Burghard Enzinger
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