01.10.2021 20:00 |

In Salzburg

Rund 73 Prozent der Studenten sind geimpft

79 Prozent der österreichischen Studierenden zwischen 18 und 34 Jahren waren mit Stand Ende August vollständig gegen Covid 19 geimpft. Damit liegt die Impfquote der Studentinnen und Studenten deutlich über jener der Gleichaltrigen in der Gesamtbevölkerung (56 Prozent).

Darüber hinaus hatten zwei Prozent bereits eine Teilimpfung erhalten. Seit der Erhebung dürfte die Zahl der Vollimmunisierten daher noch einmal gestiegen sein. Für die Erhebung wurden Daten aus dem Nationalen Impfregister mit jener der Hochschul- und Bevölkerungsstatistik verknüpft. Für ausländische Studierende wurden außerdem die Impfwahrscheinlichkeiten anhand von ECDC- und WHO-Daten zugeschätzt.

Nach Hochschulstandorten liegen jene in Niederösterreich (82 Prozent), Wien (81 Prozent) und Tirol (80 Prozent) über der 80-Prozent-Marke. Es folgen die Steiermark, das Burgenland und Vorarlberg mit je 79 Prozent, Oberösterreich (75 Prozent), Salzburg (73 Prozent) und Kärnten (71 Prozent).

Die hohe Immunisierungsquote erlaube einen Präsenzbetrieb sowie auch ein studentisches Leben außerhalb, betonte Faßmann. Einer Ausweitung der an allen Unis geltenden 3G-Regel auf eine Impfpflicht erteilte er erneut eine Absage. Der Rektor der Universität Linz und Jus-Professor Meinhard Lukas hätte auch verfassungsrechtliche Bedenken, wenn es in anderen Bereichen keine Impfpflicht gebe, man den Besuch eines öffentlichen Bildungsangebots aber davon abhängig mache. „Es wäre auch ein falsches Signal, auf diese fantastischen Impfzahlen zu reagieren.“

Die durchgehende Umsetzung der 3G-Regel an den Unis, wobei in manchen Bereichen auch strengere Vorgaben gelten (z.B. 2G in der Medizin bzw. 2,5G an manchen Standorten), begrüßte Faßmann ausdrücklich. Kritik übte er dagegen an den vielen unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Hochschulen bei der Hörsaalbelegung. Zum Teil dürfen alle Sitzplätze besetzt werden, zum Teil nur nach einem Schachbrettmuster oder anhand aufgeklebter Punkte. „Da würde ich die autonomen Universitäten ersuchen, zu einem Konvergenzprozess zu kommen.“ Er verstehe schon, dass es unterschiedliche bauliche Bedingungen und Zugangsmöglichkeiten gebe. Trotzdem müsse man zu einer Vereinheitlichung kommen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH), Naima Gobara, verwies in der Pressekonferenz darauf, dass die Impfquote der Studierenden weit über dem Schnitt anderer Bevölkerungsgruppen liegt, die schon früher die Möglichkeit zur Immunisierung hatten. Neben der Rückkehr zum Präsenzunterricht verlangte sie aber auch einen funktionierenden Hybridbetrieb - also auch das Vorhandensein von Online-Angeboten.

 Salzburg-Krone
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