26.09.2021 09:00 |

Erste Absagen

Nicht nur der Krampus hat Angst vor Corona

Sonnenschein und Temperaturen bis zu 26 Grad – das Wetter zeigt sich am heutigen Sonntag in ganz Salzburg von seiner besten Seite. Wer denkt da schon an den Advent? Gar nicht so wenige. Denn: Viele Veranstalter zittern vor der unsicheren Pandemielage. Erste Krampusläufe und Adventmärkte sind schon abgesagt.

Es sind für unzählige Passen und Schaulustige eigentlich Fixpunkte im Veranstaltungskalender – die Maskenausstellung auf der Halleiner Pernerinsel und der große Gnigler Krampuslauf. Coronabedingt fällt beides auch in diesem Jahr aus.

Die behördlichen Auflagen samt 3G-Kontrollen, Abstandsregeln und Besucherregistrierung stellen die Veranstalter vor unüberbrückbare Hürden. „Wir können die Verantwortung für so viele Zuseher einfach nicht übernehmen“, sagt Hannes Brugger, Obmann der „Alt Gnigler Krampus Perchten Pass“ und Organisator des Gnigler Laufes. Mehr als 10.000 Menschen verfolgen normalerweise das Spektakel. „Wir können das Gelände nicht komplett absperren und können von unseren ehrenamtlichen Helfern auch nicht verlangen, dass sie die 3G-Regeln kontrollieren“, sagt Brugger. Der Gnigler Lauf dürfte nicht die einzige Krampusveranstaltung sein, die auch heuer coronabedingt ausfällt. „Dazu braucht es schon das passende Gelände, sonst wird es extrem schwierig“, sagt Brugger. Viele Krampusgruppen warten allerdings noch zu – wollen noch keine finalen Entscheidungen treffen.

Christkindlmarkt-Chef ist weiter zuversichtlich
Definitiv nicht stattfinden wird der Adventmarkt am Areal des Salzburger Sternbräus. Überraschend früh entschlossen sich die Veranstalter dieser Tag für die Absage des „Sternadvents“. Die derzeitigen „rechtlichen Gegebenheiten“ würden keine sichere Planung zulassen. Der traditionelle Christkindlmarkt in der Altstadt soll hingegen stattfinden. „Wir sind für sämtliche Entwicklungen gerüstet, haben ein Konzept“, sagt Obmann Wolfgang Haider. Und: „Wenn es die Behörden nicht verbieten, starten wir wie geplant.“

Stille statt Tanzen in der heurigen Ballsaison?
Ähnlich beschaulich wie im Jänner 2021 dürfte auch die kommende Ballsaison werden. Mit dem traditionellen Edelweißkränzchen fällt einer der Höhepunkte jedenfalls aus. „Durch den unvorhersehbaren Verlauf der Pandemie stellt die Abhaltung des Kränzchens ein zu großes Risiko dar“ sagen die Veranstalter.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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