12.09.2021 11:20 |

Floriani (30) getötet

Unfall-Drama um Feuerwehr: Ganzer Ort trägt Trauer

Ein Dorf trägt Trauer. Nach dem fürchterlichen Unfall mit einem Feuerwehrauto, bei dem ein Floriani sein Leben verlor, herrscht im steirischen Ratten und dem gesamten Joglland Fassungslosigkeit. Besonders tragisch: Der 30-jährige Verstorbene hatte seiner Jugendliebe erst vor einem Monat das Jawort gegeben. In der Region hält man nun aber zusammen, will alles tun, um die Hinterbliebenen zu unterstützen.

Ratten am Tag danach. Die Trauer im idyllischen Ort im oststeirischen Joglland ist förmlich greifbar. Vor dem Gemeindeamt weht die schwarze Fahne. „Das ist doch das Mindeste, das wir tun können, um unser Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen - wir sind alle zutiefst geschockt. Durch sein freundliches Wesen und seine unkomplizierte Art war der Verstorbene bei allen sehr beliebt“, war auch Bürgermeister Thomas Heim (SPÖ) im „Krone“-Gespräch merklich betroffen.

„Wenn das 50 Meter weiter passiert, kippt das Auto nicht einmal um"
Es ist vor allem die Frage nach dem Warum, die alle so beschäftigt und auf die niemand eine Antwort hat. Die Straße rauf auf die Pretul ist quasi auf der gesamten Strecke von Baumriesen gesäumt, just an der Stelle, an der der 24-jährige Lenker des Löschfahrzeugs bei der Heimfahrt von einer Motorradbergung einem Pkw ausweichen wollte, gibt es aber praktisch keine Bäume und der Abhang ist rund 60 Meter tief. „Wenn das 50 Meter früher oder später passiert, kippt das Auto nicht einmal um“, schüttelt ein Einheimischer nachdenklich den Kopf.

Schwer verletzte Kameraden außer Lebensgefahr
Im kleinen Ort mit seinen knapp über 1000 Bewohnern hält man jetzt aber zusammen. Die Fußballer des SV Ratten spenden etwa die Einnahmen aus dem Heimspiel an die Familie des Verstorbenen - vor allem der Ehefrau, seiner große Jugendliebe, die der Feuerwehrmann erst vor einem Monat geheiratet hat, will man helfen. „Wir werden sie mit ganzer Kraft unterstützen“, stellt auch Ortschef Heim klar.

Gute Nachrichten gab es am Samstag aus dem Spital: Die drei anderen Insassen, die schwer verletzt wurden, sind inzwischen alle außer Lebensgefahr.

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