Dubiose E-Mails

Debatte um Tennishalle erreicht einen Tiefpunkt

Neuer Zündstoff für die Debatte um die abgebrannte Tennis-Halle in Bad Ischl. Wegen nicht fristgerechter Ansuchen sollen der Stadt Förderungen in der Höhe von 500.000 Euro durch die Lappen gegangen sein. Zudem tauchten interne Mails aus den Reihen der FPÖ auf. Darin ist die Rede davon, dass wegen der Causa einige Stadträte ihren Job an den Nagel werden hängen müssen.

In Bad Ischl spitzt sich der Wahlkampf zu. Alle Mittel scheinen recht. So kursiert derzeit ein Schreiben, in dem SP-Stadtchefin Ines Schiller, ihrem „Vize“ und Finanzausschussvorsitzenden Thomas Loidl sowie dem freiheitlichen Vizebürgermeister und Sportreferenten Anton Fuchs vorgeworfen wird, das Ansuchen für die Förderung der neuen Tennishalle nicht rechtzeitig gestellt zu haben. Dadurch habe die Stadt eine halbe Million Euro liegen gelassen. Schiller soll weiters den Überblick über die Finanzen verloren haben.

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Ich habe mir bei der Sanierung der abgebrannten Tennis-Halle sicher nichts vorzuwerfen. Der Vorwurf, wir hätten Förderungen liegen gelassen, ist ein Blödsinn. Es ist alles in bester Ordnung.

Ines Schiller, Bürgermeisterin in Bad Ischl, SPÖ

„Alles ein Blödsinn“
Die Bürgermeisterin reagiert auf die Vorwürfe genervt: „Alles ein Blödsinn. Da es sich um eine Sanierung der abgebrannten Halle handelt, ist es kein Neubau. Und nur in diesem Fall hätten wir vor Beginn der Arbeiten um Förderungen ansuchen müssen. Es ist alles in Ordnung!“ Laut einer herumkursierenden E-Mail-Konversation, die aus den Reihen der FPÖ-Fraktion stammen soll, ist dem aber nicht so. Es ist die Rede davon, dass das Projekt einige Politiker noch stark belasten werde und einige, die jetzt noch im Amt sind, zurücktreten werden müssen. Trotz mehrmaliger Versuche war der angebliche Autor für die „Krone“ nicht erreichbar.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Donnerstag, 23. September 2021
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