Die ersten Filialen der Supermarkt-Kette sind seit Samstag nun zu, 18 andere in Oberösterreich sollen aber übernommen werden – die „Krone“ gibt einen Überblick, wie es mit den Nahversorgern weitergeht. Unterdessen wurden auch die ersten Kündigungen ausgesprochen.
Während am Samstagabend vielerorts die Weihnachtsbeleuchtung anging, wurden in vier Unimärkten in Oberösterreich die Lichter endgültig ausgeknipst: Die Standorte Altheim, Linz-Zeppelinstraße, Peuerbach und Vöcklamarkt haben zugesperrt – eine Folge davon, dass sich der Trauner Lebensmittelhändler, wie berichtet, komplett aus dem Filialgeschäft zurückzieht. Auch in der Steiermark und in Niederösterreich schlossen Filialen.
Seit Monaten laufen Verhandlungen, wer welche Unimärkte übernehmen könnte. Die „Krone“ gibt einen Überblick – siehe Grafik oben: Die Rewe-Gruppe möchte 13 Filialen in Oberösterreich kaufen und sie vorwiegend in Adeg-Märkte umwandeln. Spar will fünf Unimärkte übernehmen. Für die restlichen Filialen werden noch Käufer gesucht, aber ein großer Teil davon wird wohl zusperren müssen.
Gerade vor Weihnachten ist das noch emotionaler, wenn man weiß, man hat die Kündigung bekommen, oder wenn man nicht weiß, ob man übernommen wird.

Wolfgang Gerstmayer, GPA Oberösterreich
Bild: Markus Wenzel
Übernahmen noch nicht fix
Auch die bisher angemeldeten Übernahmen sind noch nicht ganz fix: Die Bundeswettbewerbsbehörde prüft die Deals bis 14. Jänner. Thema ist die steigende Konzentration im Lebensmittelhandel. Schon jetzt kommen die „großen Vier“ – Spar, Rewe, Hofer und Lidl – bundesweit auf einen Marktanteil von 94 Prozent.
Bei Unimarkt selbst kam es bereits zu Kündigungen. Wie viele der 500 Mitarbeiter in den Filialen und der 120 in der Zentrale in Traun ihren Job verloren haben, verrät das Unternehmen nicht. Nur so viel: Es gibt einen Sozialplan, und die verbliebenen Unternehmen der Unimarkt-Gruppe werden weiterhin Personal und eine Zentrale brauchen. Laut Wolfgang Gerstmayer, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA in OÖ, herrscht jedenfalls nach wie vor Verunsicherung: „Gerade vor Weihnachten ist das noch emotionaler, wenn man nicht weiß, ob man übernommen wird.“
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