Reformen gefordert

Hein ortet bei Linzer Museen finanzielles Desaster

Im Vorjahr schockte er vor allem kunstaffine Linzer, als er im Sinne von „Kultur und Spiele“ das Lentos als idealen Casino-Standort vorschlug. Doch FP-Stadtvize Markus Hein fühlt sich durch den aktuellen Jahresbericht der Museen im damaligen Ansinnen nur bestätigt: „Es kann so nicht mehr weitergehen!“

21.000 Besucher im Lentos, 7000 im Nordico – für jeden einzelnen musste die Stadt 138 Euro drauflegen. „Natürlich waren die Linzer Museen corona-bedingt 18 Wochen geschlossen, trotzdem zeigt sich einmal mehr, dass sich die Stadt dieses ,Randgruppenangebot‘ auf Dauer nicht leisten kann“, poltert FP-Stadtvize Markus Hein, wenn er in den kürzlich erschienen Jahresbericht 2020 schaut. Was ihm sauer aufstößt: „Im Bericht steht, dass die Museen mit einer „positiven“ Null abgeschlossen haben. In Wahrheit wurde diese Null nur dank einer Millionensubvention der Stadt erreicht. Die tatsächliche Bilanz liegt bei einem Minus von 3,8 Millionen Euro – ein finanzielles Desaster.“

„Wir brauchen ein völlig neues Konzept“
Der Freiheitliche streitet nicht ab, dass die Kultureinrichtungen ein wichtiger Bestandteil der Stadt seien, dennoch fordert er einen Kurswechsel. „Die Zahlen müssen uns wachrüttleln. Wir brauchen ein völlig neues Konzept. Auch SPÖ und ÖVP müssen das endlich zugeben und tiefgreifende Reformen in der Linzer Kulturpolitik durchführen“, so Hein.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Freitag, 17. September 2021
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