Seit Samstag gehen die Wogen im Schweizer Fußball hoch. Beim Spiel des FC Sion in St. Gallen (1:1) kam es zu einem rassistischen Eklat. Inmitten des Geschehens: Timothy Fayulu, der Torhüter der Westschweizer. Er wurde von den Fans des FCSG rassistisch beleidigt und sagte später: „Es ist, als ob man mit Kugeln auf mich geschossen hätte“.
Der junge Schweizer Torhüter des FC Sion, Timothy Fayulu, weinte bittere Tränen. Da zählte es auch nichts, dass seine Mannschaft noch in der 93. Minute ausgeglichen hatte, zu harsch waren die Beleidigungen gewesen, die von den Fans der St. Galler kamen. Der Torhüter war nach dem Spiel nicht bereit, über den Vorfall zu sprechen, er war wohl noch beim Verarbeiten der Ereignisse. Statt ihm sprachen FCSG-Torschütze Nicolas Lüchinger und Sion-Spieler Serey Die (im Video unten).
Jetzt, zwei Tage später, gab er der Homepage des FC Sion ein kurzes Interview: „Mir tut es sehr weh. Ich habe keine Worte, um es zu beschreiben. Zuerst haben sie mich mit Bier und Feuerzeugen beworfen, aber das ist okay. Danach hörte ich ‘Scheiß Fayulu, Monkey Fayulu‘. Im Grunde nannten sie mich einen Affen. Ich fühle mich, wie wenn man auf mich geschossen hätte.“
Fernandes fordert Gerechtigkeit
Sions Vizepräsident, der Ex-Nationalspieler Gelson Fernandes, meinte zum Skandal: „Wir wollen, dass Timothy eine Anzeige gegen unbekannt einreichen kann. Wir stellen ihm den Anwalt des Klubs zur Verfügung. Es muss Gerechtigkeit herrschen.“ Und er fügte hinzu: „Mir wurde die Situation erst bewusst, als ich auf dem Feld zu Timothy ging und seine Augen sah. Er hat mir nicht direkt gesagt, dass er Opfer rassistischer Beleidigungen geworden sei. Er sagte mir aber: ‘Ich bin kein Affe‘“.
Die Liga leitet jetzt Untersuchungen ein .
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.