21.08.2021 13:43 |

Ihre Ära geht zu Ende

D: Merkel empfiehlt Laschet als nächsten Kanzler

Nach 16 Jahren wird in Deutschland am 26. September ein neuer Bundeskanzler gewählt. Geht es nach Angela Merkel, vom Volk oft auch liebevoll „Mutti“ genannt, wird ihr Nachfolger der Bundesvorsitzende Armin Laschet. Diese Empfehlung sprach sie zum Start der heißen Wahlkampfphase im Rahmen einer Kundgebung von CDU und CSU aus. Merkel sei „zutiefst überzeugt“, dass Laschet nach der Wahl Bundeskanzler der Bundesrepublik werde, so die Ex-Physikerin am Samstag.

Merkel, gerade erst von einem Treffen mit Russlands Kreml-Chef Putin zurück in Deutschland, hob in ihrer Rede vor allem die persönlichen Eigenschaften des Kandidaten hervor: „Ich habe Armin Laschet in all den Jahren als einen Menschen und Politiker erlebt, für den das C im Namen unserer Partei nicht irgendein Buchstabe ist, sondern bei allem, was er getan hat und tut, der Kompass war.“

„Baut zwischen den Menschen Brücken“
Es sei Laschet „immer wichtig, auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes den einzelnen Menschen mit seiner unantastbaren Würde in den Mittelpunkt zu stellen, zwischen den Menschen Brücken zu bauen.“ Es lohne sich, „jede Stunde dafür, dass wir Deutschland gut gestalten und in eine gute Zukunft führen - und das natürlich mit Armin Laschet als unserem zukünftigen Bundeskanzler“.

„Amtsvorgänger sollten sich zurücknehmen“
Merkel selbst hat seit ihrem Rücktritt als CDU-Chefin Ende 2018 kein Parteiamt mehr inne, sie nimmt nur noch wenige Parteitermine wahr und engagiert sich nur noch sporadisch für die Partei. Nach ihrer Rede am Samstag ist nur noch ein weiterer Auftritt geplant zum Ende des Wahlkampfs. „Ihr wisst ja, dass ich mich seit der Abgabe des CDU-Vorsitzes vor fast drei Jahren grundsätzlich aus Wahlkampfveranstaltungen heraushalte“, so die Blazer-verrückte Kanzlerin dazu. „Amtsvorgänger, die ihre politische Arbeit beenden, sollten sich zurücknehmen, das ist meine Haltung und meine feste Überzeugung.“

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Amtsvorgänger, die ihre politische Arbeit beenden, sollten sich zurücknehmen, das ist meine Haltung und meine feste Überzeugung.

Angela Merkel

CDU-Spitze schätzt Lage intern als „ernst“ und „schwierig“ ein
Die Lage für den Wahlkampfendspurt ist denkbar schlecht für die Union: In den Umfragen hatte diese zuletzt dramatisch verloren, während die SPD zulegte und zum Teil an den Grünen vorbei auf Platz zwei zog. In der Frage der Kanzlerpräferenz liegt SPD-Kandidat Olaf Scholz deutlich auf Platz eins. Laschets persönliche Umfragewerte haben pünktlich zum Auftakt der heißen Wahlkampf-Phase einen Tiefstwert erreicht. Es herrsche „große Unruhe“, so auch CSU-Chef Markus Söder beim Parteitag, der von Demonstrationen begleitet wurde (siehe Video ganz oben).

Markus Söder: „Es geht echt um alles“
Auf der Kundgebung in Berlin sagte Söder: Angesichts der sinkenden Umfragewerte gehe es für die Union nicht mehr nur um die Frage, wie und mit wem sie regieren wolle, sondern darum, ob sie überhaupt noch regieren werde: „Ich habe keinen Bock auf Opposition.“ Er fügte hinzu: „Es ist knapp, es wird sehr knapp werden, und jeder muss kapieren mit dem heutigen Tag, dass es echt um alles geht.“ Angela Merkel jedoch streute Söder Rosen: „Wir haben 16 Jahre Angela Merkel, und das waren 16 außerordentlich gute Jahre für unser Land“, sagte er - und fügte hinzu: „Das ist schon eine ganz große Ära von dir.“

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