Wie ein Peitschenschlag. Kurz fällt das Atmen schwer. Es war schon ein Aha-Moment, als der grün-weiße Tross gestern Mittag in Larnaka aus dem Flieger stieg. 36 Grad. Eh nur. Letzte Woche war die Quecksilbersäule ja noch regelmäßig auf 46 Grad geklettert. Diese extreme Hitze bleibt Fountas und Co. aber erspart. Eine Kolumne von Rainer Bortenschlager, der auch im Video zu sehen ist.
Urlaubsstimmung, obwohl die Spieler statt im Anzug mit kurzen Hosen und Polo reisen durften, darf heute nicht aufkommen. Obwohl man am Meer, umringt von Touristen (und rund 50 mitgereisten Rapid-Fans, 20 davon machten schon beim Abschlusstraining Stimmung) und Pool-Landschaften, logiert. Aktivieren und akklimatisieren ist die Aufgabe. Flip-Flops und Badehosen mussten zu Hause bleiben. Die Klimaanlagen sollen auch nur aufgedreht werden, wenn kein Spieler am Zimmer ist. „Das machen wir aber immer so“, erzählt Rapids Doc Thomas Balzer. „Die Burschen sind jung und fit, das wird kein Problem. Ich wüsste auch nicht, wie man diese Bedingungen im Vorhinein simulieren sollte. Sie müssen einfach viel trinken. In Wien hat es auch oft 30 Grad.“ So wie heute beim Anpfiff.
Für ein Hitze-Trauma spricht allerdings Rapids Statistik auf der Mittelmeerinsel. Drei Spiele, noch kein Sieg: 1998 gegen Omonia Nikosia 1:3, 2008 hier in Larnaka 0:3 gegen Anorthosis Famagusta, nur 2009 jubelte man über ein 2:2 in der Verlängerung gegen APOP Kinyras Peylas - da stieg man auf. Heute sollten keine Überstunden notwendig sein. Hofft auch Kühbauer, der mit Koya Kitagawa (nach Muskelfasereinriss) und dem genesenen Robert Ljubicic zwei Alternativen als Joker mehr auf der Bank hat.
Kronen Zeitung, krone.at
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