10.08.2021 18:12 |

Monatelang vermisst

Freund fand Leiche von Britin in den Pyrenäen

Traurige Gewissheit im Vermissten-Drama um eine britische Wanderin: Monate nach dem Verschwinden von Esther Dingley in den Pyrenäen hat nun ausgerechnet ihr Lebensgefährte selbst die sterblichen Überreste der 37-Jährigen entdeckt. Daniel Colegate habe in der gebirgigen spanisch-französischen Grenzregion auch Teile ihrer Ausrüstung gefunden, teilte die britische Organisation LBT Global, die bei der Suche nach Vermissten hilft, am Dienstag mit.

In der Nähe waren vor zwei Wochen bereits menschliche Knochen gesehen worden. Spezialisten würden nun versuchen, die Leiche in dem Gebiet Port de la Gléré zu bergen. „Zu diesem Zeitpunkt ist ein Unfall die wahrscheinlichste Theorie, auch angesichts des Fundorts und anderer Hinweise“, hieß es.

Die 37-Jährige war zuletzt am 22. November 2020 gesehen worden, als sie zu einer Solo-Wanderung aufbrach. Das Gebiet sei im Sommer bei Wanderern beliebt, berichteten britische Medien. Im Winter seien die Bedingungen aber durchaus riskant. Polizisten und Rettungskräfte suchten immer wieder nach der Vermissten. Nun war es der Lebensgefährte, der den befürchteten Fund machte.

Paar wanderte seit sechs Jahren durch Europa
Dingley, eine ehemalige Junior-Ruderin für Großbritannien, war sechs Jahre lang mit ihrem Lebensgefährten durch Europa gewandert, nachdem beide ihre Jobs aufgegeben hatten, um nach gesundheitlichen Problemen „die Reise ihres Lebens“ zu machen.

Das Paar hatte sich an der Oxford-Universität kennen und lieben gelernt und lebte in der Grafschaft Durham, bevor es 2014 auf Reisen ging. Sie schrieben laut dem „Guardian“ einen beliebten Reiseblog und fünf kurze Kinderbücher, die von ihrer Hündin Leela und ihren sechs Welpen inspiriert wurden, die sie in Südspanien retteten.

Dingley und Colegate hatten in einem Bauernhaus in Südfrankreich gewohnt, als Dingley Ende Oktober alleine über die spanische Grenze wanderte. Es sollte ihre letzte Wanderung sein.

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