Linz in roten Zahlen

2,5 Millionen Euro Nachzahlung für Ars Electronica Center

Oberösterreich
24.02.2011 17:35
Ein bis 2017 laufender Schweizer-Franken-Kredit sowie Forderungen der Strabag für "unerwartete" Baumaßnahmen im Zuge der AEC-Errichtung ziehen das Linzer Stadtbudget in tiefrote Zahlen: Während für das Ars Electronica Center 2,5 Millionen Euro zu zahlen sind, drohen durch den starken Frankenkurs über 30 Millionen Euro Verlust.

4,5 Millionen Euro – so hoch waren die Forderungen des Bauunternehmens Strabag für unerwartete Baumaßnahmen im Zuge der Neuerrichtung des Ars Electronica Centers. Neben Problemen mit Wassereintritten stieß die Strabag bei den Bauarbeiten auch noch auf einen versandeten Hafen, der umständlich entfernt werden musste.

"Das Bodenrisiko trägt grundsätzlich der Bauherr, also die Stadt", besagte zuletzt ein unabhängiges Gutachten. "In Verhandlungen  konnten wir uns nun auf einen Betrag von 2,5 Millionen Euro einigen, der noch im Gemeinderat beschlossen werden muss", verrät der Linzer Finanzreferent Johann Mayr.

Der mit einem weiteren Schreckens-Szenario rechnen muss: Bleibt es bis zum entscheidenden Stichtag am 15. April beim umgerechneten Eurokurs von derzeit 1,28 Franken, so würde das Linz alleine in diesem Jahr 30,5 Millionen Euro kosten. Lediglich zehn Millionen Euro waren für das riskante Swap-Geschäft eingeplant.

Kronen Zeitung

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