Unmengen an Tricks

Erbe, Gewinn & Co. – Experten warnen vor “E-Betrügern”

Salzburg
23.02.2011 17:12
Der moderne Betrüger schlägt über das Internet zu - Dutzende E-Mails landen in den elektronischen Postfächern der Salzburger, die von Millionen-Gewinnen über Traumreisen bis zu superbilligen Autos alles versprechen, aber nichts halten. Im Gegenteil: Die Hintermänner sind meist trickreiche Gauner...

Der jüngste Fall sorgte für Aufsehen: Ein Salzburger (77) überwies 90.000 Euro an unbekannte Menschen, die ihm per E-Mail eine honorige Erbschaft in Aussicht stellten, nachdem ein vermeintlicher Verwandter bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen war. Die Drahtzieher sind von der Polizei kaum zu finden, zu verflochten ist das Netz der Web-Betrüger.

Die Maschen der Internet-Abzocker werden hingegen immer kreativer. Die "Krone" kennt die Tricks:

  • Der Reise-Trick: "Sie haben eine exklusive Türkei-Wellness-Reise für vier Personen gewonnen!" Fünf-Stern-Hotels, renommierte Fluglinie, Bustransfers inklusive Dampfbäder und Thermal-Besuch. "Vermeintliche Billig-Reisen können oft teuer werden", mahnen Konsumentenschützer zur Vorsicht. 
  • Der Auto-Trick: Über Internet-Plattformen werden Notverkäufe von billigen Luxus-Wagen angekündigt – gegen Vorauszahlung über die Western Union Bank. "Finger weg", rät Aloisia Gurtner vom ÖAMTC. 
  • Der Wohnungs-Trick: Die Betrüger treten als Immobilien-Verkäufer auf. Ebenfalls gegen Vorauszahlung, noch bevor das Objekt besichtigt werden kann. 
  • Der Nebenjob-Trick: "Im Schlaf schnelles Geld verdienen" – fast immer gegen Vorkasse, Vermittlungs- oder eine Karteigebühr.

"Besondere Vorsicht gilt vor allem, wenn etwaig Vorzahlungen geleistet werden müssen. Da sollten alle Alarmglocken schrillen", weiß Arbeiterkammer-Expertin Angela Riegler. Ihr Tipp: Auf Kontaktdaten achten wie Anschrift oder auch eine Telefonnummer. 

Mehr noch als mit Internet-Betrügern haben die AK-Experten aber mit dem sogenannten Internet-Nepp zu tun. "Vermeintliche Gratis-Angebote, wo danach den Betroffenen eine Zahlungsaufforderung ins Haus flattert", sagt Riegler. Das sei das größte Problem.

von Max Grill, Kronen Zeitung

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