Murgg hat an alle Regierungsmitglieder Anfragen geschickt, mit der Bitte um genaue Ausgaben, die im Zeichen der Ski-WM in ihrem Ressort bisher getätigt wurden oder geplant sind. Die Zahlen wolle er dann zusammenzählen, um einen Überblick zu bekommen, wie viel Geld tatsächlich bereits für Schladming ausgegeben worden sei, denn "bisher wurde noch nie ein finanzieller Gesamtrahmen genannt", erklärte der Mandatar.
"Über- und außerplanmäßige Ausgaben"
"Offiziell im Landtag beschlossen wurde lediglich ein Paket von 48,6 Millionen Euro im Februar 2010," so ein Vorwurf. Der Großteil der anderen Posten, die die KPÖ bei ihren Recherchen entdeckte, seien "über- und außerplanmäßige Ausgaben", die über Jahre hinweg versteckt in Beschlüssen untergebracht worden seien. Zusammengerechnet komme man auf die Summe von 108 Millionen Euro. Hinzu kämen 36 Millionen Euro aus dem Konjunkturausgleichsbudget. Eingerechnet seien dabei laut Murgg zum Beispiel Bewerbungskosten, Förderungen für Straßen- und Bahnausbau, für das Zielstadion sowie für Marketingmaßnahmen und Grundstücksablösen.
Abgesehen von der Höhe dieser Förderungen, die vermutlich noch höher als bisher angenommen sein dürften, stößt sich der Abgeordnete an der "Verschleierungstaktik." Er erwarte sich auch genaue Zahlen über den vom Bund bisher geleisteten Zuschuss. Während in allen Ressorts 25 Prozent Einsparungen beim Budget verordnet wurden, halte er Aussagen, wonach die WM in Schladming mehr als nur ein Sportevent sein soll, für "Größenwahn". Er unterstütze nur wirklich notwendige Investitionen wie etwa in den öffentlichen Verkehr und Straßen. Die Nachhaltigkeit einiger Millionenzuschüsse würde sich lediglich "nachhaltig in den kommenden Budgets bemerkbar machen", so Murgg.
"Es gibt keine Kostenüberschreitung"
Aus dem Büro von Landeshauptmann Franz Voves hieß es, dass man gerne bereit sei, Murgg "jede Aufklärung des verbreiteten Wirr-Warrs" zu liefern: "Es gibt keine Kostenüberschreitung. Alle Projekte sind in Plan. Murgg und die KPÖ scheinen eine der wenigen zu sein, die sich keine WM in der Steiermark wünschen."









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