27.07.2021 10:08 |

In zehn Jahren

Tabak-Konzern will Zigarettenverkauf in GB stoppen

Der Tabakriese Philip Morris will den Verkauf von Zigaretten in Großbritannien innerhalb der nächsten zehn Jahre einstellen. Seine bekannteste Marke Marlboro wird damit nach mehr als 100 Jahren aus den britischen Regalen verschwinden. Das erscheint kurios, ist es aber nicht: Denn das Unternehmen hat den Trend der Zeit erkannt und will „moderne Alternativen“ zu Zigaretten fördern, die angeblich weniger schädlich sind. Die entsprechenden Produkte hat der Konzern freilich selbst im Sortiment. 

Jacek Olczak, Chef des Multikonzerns, erklärte gegenüber der britischen Zeitung „Mail on Sunday“, dass die Pläne Teil des Bestrebens von Philip Morris International seien, das Rauchen in Großbritannien abzuschaffen.

„Gesellschaft soll Rauchen hinter sich lassen“
Diejenigen, die weiterhin rauchen wollen, sollen ermutigt werden, auf moderne Alternativen wie E-Zigaretten oder erhitzte Tabakgeräte umzusteigen. Philip Morris vermarktet selbst solche Produkte. „Ich möchte, dass diese Gesellschaft das Rauchen hinter sich lässt“, sagte Olczak. „Ich denke, dass man in Großbritannien in maximal zehn Jahren das Problem des Rauchens komplett lösen kann.“ 

Folgerichtig soll bis dahin auch der Verkauf traditioneller Zigaretten eingestellt werden. Der Tabakriese reagiert damit auf den Plan der britischen Regierung, Großbritannien bis zum Jahr 2030 rauchfrei zu machen.

Eine Milliarde Umsatz nur in Großbritannien
Philipp Morris International ist der weltgrößte Tabakkonzern, der seine Produkte in über 180 Ländern verkauft. Neben der bekanntesten Zigarettenmarke Marlboro gehören auch Marken wie Chesterfield und L&M dazu. 2020 erwirtschaftete das Unternehmen laut „Handelsblatt“ weltweit einen Nettoumsatz von über 24 Milliarden Euro. Allein in Großbritannien nahm der Konzern rund eine Milliarde ein.

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