U2, Rihanna und die Red Hot Chili Peppers - Sturms "DJ" Florian Kainz fungierte am Samstag in der Kabine vorm Anpfiff mit seinen Songs wieder als Einheizer. Und der Youngster hatte die richtige Mischung gefunden, Sturm übernahm vom Start weg das Kommando - aber etwas Zählbares schaute lange nicht heraus.
Das Match wurde zum Geduldspiel, weil Mattersburg Spielverderber war. Die Hausherren taten fürs Spiel null, droschen die Bälle nur planlos nach vorne und machten hinten dicht. Und damit hatte die Foda-Elf ihre liebe Not. Hölzl & Co. ließen Ball und Gegner laufen, krallten sich in der Hälfte der Burgenländer fest, aber spätestens am Strafraum war Sturm mit dem Latein am Ende. Der letzte Pass kam einfach nicht, oder er blieb in der Mattersburger Menschenmauer hängen.
Die einzige Ausbeute vor dem Pausenpfiff: Zwei harmlose Weitschüsse von Hölzl, die waren aber leichte Beute für Torhüter Borenitsch (34., 38.). Nach dem Wechsel änderte sich aber das Bild, plötzlich fanden auch die Gastgeber immer häufiger den Weg nach vorne. In der 54. Minute konnte Sturm aufatmen: Perthel legte im Strafraum Farkas, doch der Elferpfiff von Schiedsrichter Gangl blieb aus.
Im Finish muckte "Lieblingsgegner" auf
Elf Minuten danach herrschte auch im Mattersburger Strafraum Elferalarm: Sturm reklamierte nach Wolf-Pass Handspiel von Malic - doch auch diesmal blieb Gangls Pfeiferl stumm. Doch in der 70. Minute schien es dennoch ein Happy End zu geben: Samir Muratovic, der den vakanten Platz des verletzten Kienast erbte, traf nach Weber-Pass zum 1:0 (70.). Aber es war letztlich nicht das Goldtor, denn der "Lieblingsgegner" muckte im Finish noch auf: Nach Höller-Flanke herrschte in der Abwehr Chaos, staubte Waltner noch zum 1:1 (86.) ab.
von Burghard Enzinger, "Steirerkrone"









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